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Noch zwei Siege fehlen zum Klassenerhalt

Am Wochenende folgen die Partien drei und vier im Auf/Abstiegs-Playoff NLA/NLB zwischen dem UHC Waldkirch-St.Gallen und Floorball Thurgau. In der „best-of-seven“ Serie führt der NLA Club mit 2:0 Siegen.

Der UHC Waldkirch-St.Gallen verliess in den ersten zwei Begegnungen der Auf/Abstiegs-Playoffs NLA/NLB gegen Floorball Thurgau das Feld als Gewinner, musste aber jeweils hart dafür kämpfen. Am vergangenen Sonntag liefen sie gar einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand hinterher, fanden aber in die Partie zurück. Obwohl der Unterklassige die Partien stets resultatmässig ausgeglichen gestalten konnte, merkte man aber in gewissen Situationen die Routine von WaSa. Sie waren kontinuierlich in der Lage eine Schippe draufzulegen. Und die Thurgauer, sie hadern mit den vielen geschossenen Toren, welche trotzdem nicht zum Sieg reichten. Den Thurgauern kann man keinen Vorwurf machen, sie spielten das was man von ihnen erwarten konnte und durfte.

WaSa Trainer Sascha Rhyner plagen vor dem Samstagsspiel Verletzungssorgen, Christian Preisig fällt wegen einem Muskelfaserriss aus, welcher er sich bereits im ersten Spiel nach 15 Minuten zuzog. Die Gebrüder Mittelholzer wie auch Adrian Zellweger leiden an kleineren Verletzungen und sind somit für das nächste Spiel fraglich, sollten aber trotzdem spielen können. Die Thurgauer wurden dem UHC WaSa bislang in beiden Partien sehr gefährlich und brachten sie an den Rand einer Niederlage. Sascha Rhyner: „Wir müssen die gefährlichen Konter von Thurgau unter Kontrolle bringen. Wir werden gleichwohl an unserer offensiven Ausrichtung festhalten“. Die zahlreichen Fans können sich also auch in den kommenden Begegnungen auf viele Tore einstellen.

WaSa behält zweimal Oberhand bei Torspektakel

Der UHC Waldkirch-St. Gallen und Floorball Thurgau boten in den ersten beiden Auf-/Abspielen NLA/NLB dem Publikum torreiche Unterhaltung mit zweimal dem knapp besseren Ende für die St. Galler.

Nach einem verrückten Spiel am Samstag, in dem das unterklassige Thurgau wie die Feuerwehr losgelegt hatte und schnell einmal 3:1 führte, war es am Sonntag WaSa das dominant in die Partie startete. Lediglich der Treffer von Claudio Mutter nach einem schönen Querpass von Luzi Weber, der schon am Samstag 3 Tore und 2 Assists zum 11:10-Sieg geliefert hatte, war der etwas zu magere Lohn. Die Thurgauer blieben aber wie schon am Samstag mit ihren blitzschnell vorgetragenen Kontern brandgefährlich. Einen solchen schloss Patrick Früh zum Ausgleich ab, als er seinen eigenen Abpraller über die Linie schob. Und schliesslich brachte Nils Conrad nach einem Freistoss die Gäste gar in Führung. Den schnellen Ausgleich von Chris Eschbach beantwortete Joel Königshofer ebenso umgehend.

Im mittleren Spielabschnitt lief bei WaSa wenig zusammen, dafür tauchten die Gäste immer wieder gefährlich vor Ruven Gruber auf. Simon Schweizer verkürzte knapp vor Spielmitte nochmals, nachdem Yannick Rubi, wieder lanciert vom Finnen Oilinki, für Thurgau auf 4:2 erhöht hatte. Schweizers Treffer blieb WaSas einzige Ausbeute im Mitteldrittel. Dagegen traf Severin Wenk von dritten Thurgauer Linie, die am Sonntag deutlich mehr Auslauf erhielt, zum 5:3 und fünf Sekunden vor der zweiten Pause und auch vor Ablauf einer Strafe gegen Eschbach war erstmals an diesem Abend der torgefährliche Luca Altwegg zur Stelle und erhöhte gar auf 6:3 für die Gäste.

Für das letzte Drittel bündelten die Gastgeber ihre Kräfte, sahen sich aber nach einem weiteren erfolgreichen Konter über Oilinki und Rubi gar mit vier Toren im Rückstand. Claudio Mutter brachte die Hoffnung nach einem schönen Diagonalpass von Fabian Jucker zurück in die gut besetzte Halle Tal der Demut. Und schliesslich funktionierte auch das WaSa-Powerplay. Andrin Zellweger hämmerte den Ball von der Mittellinie in die Maschen. Abermals der Captain sowie Maurin Rüegg, ebenfalls mit einem Distanzschuss, glichen die Partie aus. Und als schliesslich Simon Schweizer, auch er per Weitschuss, das Heimteam gar erstmals seit der 16. Minute wieder in Führung brachte, schien der Oberklassige auf Kurs. Doch per Freischlag glichen die Gäste abermals aus. Die Entscheidung in der Verlängerung fiel ebenfalls nach einem Freischlag. Weber verwertete das Zuspiel von Schweizer nach 2:27 Minuten der Overtime. WaSa führt damit in der Best-of-7-Serie 2:0. Die nächsten Spiele finden am kommenden Samstag in Weinfelden (19 Uhr) und am Sonntag in St. Gallen (18 Uhr) statt.

SAMSTAG:
Floorball Thurgau – Waldkirch-St. Gallen 10:11 (4:4, 3:3, 3:4)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. 487 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 1. Oilinki (Rubi) 1:0. 5. Königshofer (Brunner) 2:0. 6. Weber (Göldi) 2:1. 10. Rubi (Conrad) 3:1. 13. Weber (Maurin Rüegg) 3:2. 15. Weber (Mutter) 3:3. 17. Büchel (Jucker) 3:4. 19. Früh (Scherrer) 4:4. 27. Mutter (Adrian Zellweger) 4:5. 33. Brunner (Altwegg/Ausschluss Roman Mittelholzer) 5:5. 35. Brunner (Oilinki/Ausschluss Roman Mittelholzer) 6:5. 37. Roman Mittelholzer (Eschbach/Ausschluss Höneisen) 6:6. 38. Roman Mittelholzer (Mutter) 6:7. 40. Altwegg (Rubi) 7:7. 42. Jucker (Schweizer) 7:8. 44. Früh (Brunner) 8:8. 44. Büchel (Schweizer) 8:9. 45. Eschbach (Andrin Zellweger) 8:10. 51. Altwegg (Oilinki) 9:10. 55. Maurin Rüegg (Weber) 9:11. 59. Altwegg (Oilinki) 10:11.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.
Bemerkungen: WaSa ohne Lieberherr (verletzt). 15. Preisig verletzt ausgeschieden. 31. Gruber hält Penalty von Oilinki. 45. Timeout Thurgau.

SONNTAG:
Waldkirch-St. Gallen – Floorball Thurgau 9:8 n.V. (2:3, 1:3, 5:2, 1:0)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 438 Zuschauer. SR Bebie/Stäheli.
Tore: 7. Mutter (Weber) 1:0. 16. Früh (Oertig) 1:1. 18. Conrad (Oilinki) 1:2. 19. Eschbach (Roman Mittelholzer) 2:2. 19. Königshofer (Moschen) 2:3. 24. Rubi (Oilinki) 2:4. 27. Schweizer (Büchel) 3:4. 36. Wenk (Höneisen) 3:5. 40. Altwegg (Scherrer/Ausschluss Eschbach) 3:6. 42. Rubi (Oilinki) 3:7. 44. Mutter (Jucker) 4:7. 48. Andrin Zellweger (Mutter/Ausschluss Oilinki) 5:7. 52. Andrin Zellweger (Büchel) 6:7. 53. Maurin Rüegg (Meier) 7:7. 56. Schweizer (Jucker) 8:7. 58. Eigentor 8:8. 63. Weber (Schweizer) 9:8.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.
Bemerkungen: WaSa ohne Lieberherr (verletzt). 53. Timeout Thurgau; 61. Timeout WaSa.

WaSa trifft auf Floorball Thurgau

In den Auf/Abstiegs Playoffs NLA/NLB trifft der UHC Waldkirch-St.Gallen auf Floorball Thurgau. Es ist ein sogenanntes Derby, weil die Teams nicht weit auseinander liegen. Das erste Spiel steigt am Samstag, 29. März (19 Uhr, Paul Reinhart, Weinfelden) und bereits am Sonntag, 30. März (20 Uhr, Sporthalle Tal der Demut, St.Gallen) erfolgt Spiel zwei.

Mit dem NLB Verein Floorball Thurgau und dem Nationalliga A Club UHC Waldkirch-St.Gallen stehen sich ab Samstag zwei alte Weggefährten gegenüber. In früheren Jahren lieferten sich Wasaner und Thurgauer packende Duelle in der NLB Meisterschaft. Vielleicht ist es ein Wink des Schicksals, dass nun genau diese beiden Mannschaften um einen Platz in der höchsten Schweizer Spielklasse kämpfen werden. Es wird ein „Derby“ mit vielen Emotionen, da sich die Spieler untereinander gut kennen. Die Finanzchefs werden sich auf jeden Fall die Hände reiben, denn es darf mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern gerechnet werden.

„Die Thurgauer haben ein gutes Offensivspiel und in Oilinki und Brunner zwei routinierte Spielmacher“, sagt WaSa-Trainer Sascha Ryhner. Mit Rubi, Altwegg und Königshofer stehen junge torgefährliche Akteure in der Mannschaft. Die Truppe um Trainer Beni Bötschi ist sehr gefährlich im Konterspiel. Rhyner geht davon aus, dass Bötschi seine Spieler gut auf das WaSa-Spiel einstellen wird. Es wird aber wohl eher das Ziel sein, aus einer gesicherten Defensive gute und effiziente Konter zu fahren. Sie werden aber sicher mit der Euphorie der Aufstiegsspiele und des Heimpublikums zusätzliche Adrenalin- und Energieschübe haben. WaSa geht als Favorit in diese „best-of-seven“ Serie, weil  sie sich einen höheren Rhythmus gewohnt und sind auch physisch stärker sind.

In der Verlängerung kam der plötzliche Tod

Der UHC Waldkirch-St. Gallen muss in die ungeliebte Saisonverlängerung und gegen das NLB-Team Floorball Thurgau um den Verbleib in der höchsten Spielklasse kämpfen. Die Ostschweizer verloren das siebte Spiel im Playout gegen Uster 4:5 nach Verlängerung.

Der Finne Kimmo Kontiainen beendete die „Belle“ in der Berufsschulhalle in Uster nach 59 Sekunden in der Verlängerung mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel. Luzi Weber war eben gerade von der Strafbank zurückgekehrt. Dorthin hatten ihn die Unparteiischen nach einem leichten Abflug des Ustermer Captains in der Schlussphase des entscheidenden Spiels verbannt.

Nach 40 Minuten hatte indes noch nicht viel auf ein dramatisches Ende hingedeutet. Uster war das aktivere Team, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und führte nicht unverdient 4:2. Es hatte die Unzulänglichkeiten in der St. Galler Abwehr dabei nicht einmal resolut ausgenutzt. Auf Seiten der Ostschweizer waren Sandro Büchel mit einem Buebetrickli zum 1:1 sowie Simon Schweizer zum 2:3 erfolgreich. Erst im letzten Drittel steigerte sich WaSa und kam durch Chris Eschbach und Andrin Zellweger jeweils nach einem Freischlag noch zum Ausgleich.

UHC Uster – Waldkirch-St. Gallen 5:4 n.V. (3:2, 1:0, 0:2, 1:0)
Berufsschule Uster, Uster. 343 Zuschauer. SR Hürzeler/Peter.
Tore: 8. Suter (Hafner) 1:0. 10. Büchel 1:1. 13. F. Bolliger (Aellig) 2:1. 14. Suter (Mäenpää) 3:1. 14. Schweizer (Jucker) 3:2. 37. Eigentor 4:2.42. Eschbach (R. Mittelholzer) 4:3. 58. Andrin Zellweger (Eschbach) 4:4. 61. Kontiainen (Suter) 5:4.
Strafen: keine Strafen gegen UHC Uster. 3mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

WaSa erzwingt Spiel 7

Die Playout-Serie zwischen dem UHC Waldkirch-St. Gallen und dem UHC Uster geht nach dem Sieg der Ostschweizer in Spiel 6 über die volle Distanz. Es kommt am Sonntag in Uster zur „Belle“.

Im sechsten Spiel war WaSa von Beginn an bereit und überrollte zu Beginn die Gäste aus dem Zürcher Oberland. Doch blieb Sandro Büchels schöner Schlenzer die einzige Ausbeute. So brachte Daniel Zeder die Gäste kurz vor Ablauf einer Strafe gegen Stefan Meier ebenfalls auf die Resultattafel. Doch weiterhin gaben im ersten Abschnitt die Ostschweizer den Takt an und gingen durch einen schönen Weitschusstreffer von Junior Claudio Mutter abermals in Führung. Uster blieb mit seinen nadelstichartig gesetzten Gegenangriffen aber stets gefährlich – ohne im ersten Drittel aber noch einmal zu reüssieren. Eine zweite Powerplay-Gelegenheit liessen sie ungenutzt.

Der zweite Abschnitt verlief dann nicht mehr nach dem Gusto der Mehrheit der fast 400 Zuschauer in der Halle Tal der Demut. Uster drehte auf und WaSa fand nicht mehr im gleichen Mass in die Zweikämpfe. Die Folge waren deutliche Vorteile für die Gäste und der Ausgleich durch Silvan Bolliger die Konsequenz. Und auch das Timeout zu Spielmitte des WaSa-Trainers blieb vorerst ohne Wirkung. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau war es diesmal Florian Bolliger, der die Zürcher erstmals in diesem sechsten Spiel in Führung brachte. Und kurz vor Drittelsende hatten die Ustermer gar die Gelegenheit, ihre Führung auszubauen. Doch auch diesmal funktionierte das Unterzahlspiel der Ostschweizer.

Als sich gleich zu Beginn der Finne Henri Mäenpää eine Strafe wegen unkorrektem Abstand einhandelte, schlug erneut Claudio Mutter zu. Wieder mit einem schönen Drehschuss glich der 18-Jährige die Partie abermals aus. Und nur zwei Minuten später ging WaSa mit einem Doppelschlag scheinbar vorentscheidend in Führung. Erst schloss Roman Mittelholzer einen schönen Angriff über die rechte Seite und nach Vorlage von Chris Eschbach zum 4:3 ab. Und nur elf Sekunden später nutzte Simon Schweizer ein Blackout in Usters Abwehr. Aus der Ecke hatte Uster einen Freischlag missglückt direkt vors Tor gespielt, wo Schweizer nur noch einzuschieben brauchte.

Diese Serie ist indes geprägt von „Twists and Turns“. Gästetrainer Andris Pilus, der beim 3:5 beinahe aufs Feld gestürmt wäre, nahm sofort sein Timeout. Und dies zeigte Wirkung. Florian Hafner erzielte nach einer längeren Passstafette den Anschlusstreffer und Silvan Bolliger glich das Spiel Überzahl aus. 5:5 und sieben Minuten zu spielen. Dreieinhalb Minuten vor Schluss lancierte Usters Captain Thomas Aellig mit einem langen Pass Anjo Urner, der alleine auf Dominic Jud stürmend Nervenstärke zeigte und den WaSa-Keeper zur erneuten Führung für Uster überwand. Uster war damit kurz vor dem direkten Ligaerhalt und dem Saisonende. WaSa rappelte sich indes erneut auf. Ohne Torhüter und mit einem sechsten Feldspieler gelang 83 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit der 6:6-Ausgleich. Wieder traf Mutter mit einem Weitschuss.

In der Verlängerung besass WaSa wie schon im ersten und dritten Drittel mehr Spielanteile, musste aber stets auf die schnell vorgetragenen Gegenstösse von Uster, das über die ganze Spielzeit nur mit zwei Linien durch spielte, aufpassen. Und als männiglich schon mit einem Penaltyschiessen rechnete, erlöste Roman Mittelholzer die Fans des Heimteams, das in der Verlängerung auch ein Powerplay nicht nutzen konnte, mit seinem zweiten Treffer. 22 Sekunden vor dem Ende der Overtime drosch er einen Pass von Andrin Zellweger unhaltbar in die Maschen. WaSa erzwingt damit das siebte und entscheidende Spiel in dieser Serie, das am Sonntag, um 18 Uhr in der Berufsschule in Uster stattfindet.

Waldkirch-St. Gallen – UHC Uster 7:6 n.V. (2:1, 0:2, 4:3, 1:0)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 387 Zuschauer. SR Bründler/Büchi.
Tore: 4. Büchel (Brülisauer) 1:0. 11. Zeder (Florian Bolliger/Ausschluss Meier) 1:1. 14. Mutter (Göldi) 2:1. 25. Silvan Bolliger (Aellig) 2:2. 34. Florian Bolliger (Silvan Bolliger) 2:3. 42. Mutter (Roman Mittelholzer/Ausschluss Mäenpää) 3:3. 44. Roman Mittelholzer (Eschbach) 4:3. 44. Schweizer 5:3. 48. Hafner (Kontiainen) 5:4. 53. Silvan Bolliger (Ausschluss Thomas Mittelholzer) 5:5. 57. Urner (Aellig) 5:6. 59. Mutter (Roman Mittelholzer) 6:6 (WaSa ohne Goalie). 80. (79:38) Roman Mittelholzer (Eschbach) 7:6.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster.
Bemerkungen: WaSa ohne Lieberherr (verletzt). 30. Timeout WaSa; 44. Timeout Uster. WaSa von 58:05 bis 58:37 ohne Goalie. WaSa mit drei Linien, Uster mit zwei Linien.

WaSa braucht noch zwei Siege

Mit dem Sieg in Uster konnte der UHC Waldkirch-St.Gallen den Gang in die Abstiegs-Playoffs verhindern, braucht aber morgen Freitag, 21. März erneut einen Sieg, damit es am Sonntag zur Finalissima in der Buchholz kommt.

Am vergangenen Sonntag sah es zunächst nach einem klaren Sieg der Ustermer aus, die Zürcher führten nach dem ersten Drittel mit 4:2 gegen WaSa. Mit einem Sieg hätten die Zürcher den Ligaerhalt in trockenen Tüchern gehabt. Doch mit fünf Treffern im mittleren Abschnitt konnte Grünweiss die Partie allerdings drehen. Am Schluss vermochten sich die Gäste aus dem Kanton St.Gallen knapp mit 8:7 durchzusetzen und kamen in der „best-of-seven“ Serie auf 3:2 heran. Damit ist aber noch gar nichts erreicht, für den direkten Klassenerhalt braucht WaSa jetzt noch zwei weitere Siege.

Für WaSa-Trainer Sascha Rhyner ist klar: „Wir müssen Morgen von Beginn an dabei sein, um nicht erneut einem Rückstand nachrennen zu müssen“. Bisher konnte der UHC Waldkirch-St.Gallen in der Serie noch kein Heimspiel gewinnen, 5:8 und 4:5 lautete jeweils das Verdickt. Es ist an der Zeit, endlich den ersten Sieg zu landen, ansonsten heisst der nächste Gegner Floorball Thurgau.

Starkes Lebenszeichen von WaSa

Der UHC Waldkirch-St. Gallen erkämpfte sich am Sonntag in Uster einen 8:7-Erfolg und verkürzte in der Playout-Serie (best of 7) gegen die Zürcher Oberländer auf 2:3.

Der Start in diese für sie so wichtige Partie misslang den Ostschweizern komplett – im Gegensatz zu den Gastgebern. Uster startete schwungvoll und für seine anfänglichen Bemühungen belohnt. Florian Hafner reagierte auf einen Abpraller am schnellsten und brachte das Heimteam in Führung. Aus WaSa-Sicht kam es noch schlimmer. Statt in Überzahl auszugleichen, stürzte Thomas Mittelholzer in der eigenen Ecke und Silvan Bolliger bediente Daniel Zeder, der mit dem Shorthander das 2:0 markierte. Und abermals nur zwei Minuten später traf Thomas Aellig nach einem Freischlag nahe vor dem Tor zum 3:0. Den Anschlusstreffer von Andrin Zellweger nach einem schönen Querpass von Chris Eschbach beantwortete Usters Finnen 99 Sekunden später mit dem 4:1. Das zweite Powerplay liess dann WaSa nicht mehr ungenutzt. Thomas Mittelholzer erwischte Usters Keeper Patrick Weber mit einem schönen Schuss in die nahe Ecke.

Im zweiten Spielabschnitt holten sich die Wasaner das Momentum dann auf ihre Seite. Chris Eschbach und Fabien Jucker glichen das Spiel bis zu 28. Minute aus. Zwar konnte Uster noch zweimal vorlegen. Erst Florian Bolliger nach einem Freischlag in Überzahl, dann Henri Mäenpää aus ähnlicher Position. Dazwischen hatte Roman Mittelholzer einen Konter der Ostschweizer zum 5:5 abgeschlossen. Eine Kombination der Mittelholzer-Brüder führte zum erneuten Ausgleich – nur 65 Sekunden nach Mäenpääs 6:5. Und abermals nur 32 Sekunden später brachte Jucker die Gäste erstmals in Führung.

Im Schlussabschnitt fielen nur noch zwei Tore. Claudio Mutter brachte – erneut in Überzahl – WaSa erstmals seit dem ersten Spiel dieser Serie wieder mit zwei Toren in Führung. Uster fand zwar nur 14 Sekunden später und nach einem Fehler im Aufbauspiel nochmals den Anschlusstreffer. Danach sahen die über 300 Zuschauer in der gut besetzten Buchholzhalle noch zwei Timeouts, ein Powerplay von Uster, 90 Sekunden 6 gegen 5, aber keine Tore mehr. WaSa rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich so ein sechstes Spiel in dieser Serie. Dieses findet am kommenden Freitag, 21. März in der Halle Tal der Demut (20 Uhr) statt.

UHC Uster – UHC Waldkirch-St. Gallen 7:8 (4:2, 2:5, 1:1)
Buchholz. – 317 Zuschauer. – SR Kronenberg/Kronenberg.
Tore: 5. Hafner (Mäenpää) 1:0, 8. Zeder (Silvan Bolliger/Ausschluss Urner!) 2:0. 10. Aellig (Zeder) 3:0. 12. Andrin Zellweger (Eschbach) 3:1. 13. Kontiainen (Mäepää) 4:1. 18. Thomas Mittelholzer (Eschbach/Ausschluss Aellig) 25. Eschbach (Andrin Zellweger) 4:3. 28. Jucker (Büchel) 4:4. 28. Florian Bolliger (Kontiainen/Ausschluss Eschbach) 5:4. 31. Roman Mittelholzer (Eschbach) 5:5. 33. Mäenpää (Kontiainen) 6:5. 34. (33:16) Thomas Mittelholzer (Roman Mittelholzer) 6:6. 34. (33:48) Jucker (Büchel) 6:7. 45. Mutter (Roman Mittelholzer/Ausschluss Kontiainen) 6:8. 45. Hafner (Mäenpää) 7:8.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Uster, 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.
Bemerkungen: 5. Lattenschuss Florian Bolliger; 54. Timeout WaSa; 58. Timeout Uster; 59. Pfostenschuss Schweizer; Uster ab 58:30 bei Ballbesitz ohne Torhüter.