Bei 59.59 den Sieg noch verspielt

Die U18-Junioren erleben gegen Nesslau ein Wechselbad der Gefühle und verlieren schliesslich in der Verlängerung mit 8:9 Toren.

Zur Ausgangslage
Die Vorzeichen für einen Sieg standen gut: Mit Nesslau war ein Gegner in die heimische Tal-der-Demut gereist, den man im Hinspiel noch klar dominiert hatte. Im Weiteren kehrten mit Manuel Rüegg und Manuel Büsser zwei Leistungsträger nach einer längeren Verletzungspause ins Team zurück. Zudem standen mit den Gebrüdern Mittelholzer sowie Roman Brülisauer drei Verstärkungsspieler aus der U21 zur Verfügung.

Optimale Bereitschaft bringen eine 3:0-Führung nach 20 Minuten
Bei Spielbeginn optimal bereit zu sein, so das Ziel auch der heutigen Matchvorbereitung. War dies in den vergangenen Partien nicht immer gut gelungen, konnte man der jungen Wasa-Truppe diesmal überhaupt nichts vorhalten, im Gegenteil: Die Jungs waren von der ersten Sekunde an parat, spielten frech und mutig auf und gewannen das erste Drittel klar mit 3:0. Alle drei Tore steuerte die wieder komplette Remo-Linie bei, eines sogar in Unterzahl.

Augenreiben im 2. Drittel
Statt die Jungs in der Kabine auf ein allfälliges Aufbäumen der Nesslauer einzustellen, forderten die Wasa-Trainer noch mehr von ihrem Team. Dies erwies sich als folgenschwerer Fehler. In den Köpfen der Trainer und Spieler war nur noch die Frage, wie hoch der Sieg wohl ausfallen würde, aber an eine Leistungssteigerung der im ersten Drittel sehr bescheidenen und phasenweise geradezu einschläfernd aufspielenden Nesslauer dachte niemand. Bis, ja bis das zweite Drittel begann. Nesslau kam wie verwandelt aus der Kabine, ein anderer Gegner schien auf dem Platz zu stehen. Wasa rieb sich die Augen, nach nur 9 Minuten stand es 3:3. Statt sich auf das zu konzentrieren, was man selber beeinflussen konnte, haderte man mit dem Schiri und den Mitspielern. Gegen Drittelsende fing sich Wasa etwas, man hatte sich auf den höheren Rhythmus eingestellt. Mit 4:4 ging es in die zweite Drittelspause.

Spannung pur und fast noch ein Happyend
In der 50 Minute kassierte Wasa gleich zwei Tore, Nesslau führte mit 6:4. Nach dem anschliessenden Timeout drehte Wasa auf, glich innert vier Minuten aus, ehe Nesslau erneut in Führung ging. Postwendend glich Wasa wieder aus und 2 Minuten vor Schluss erzielte Adi Rüesch den vermeintlichen Siegtreffer. Die U18-Jungs schienen nochmals mit einem blauen Auge davonzukommen.

In der letzten Spielminute tauchte Giuliano Pasqualini alleine vor dem Nesslau-Hüter auf, hatte jedoch mit seinem Metalltreffer kein Abschlussglück. Anschliessend ersetzte Nesslau den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, Wasa war in Ballbesitz und hätte das Ding in Ruhe nach Hause schaukeln können. Stattdessen suchte man die Entscheidung, der Abschluss aufs leere Tor wurde abgefangen und bei 59:59 geschah das Unfassbare: Nesslau netzte zum 8:8 ein – Wasa war im Schockzustand.

Niederlage in der Verlängerung
Ein unglückliches Zuspiel von hinter dem Tor auf einen einwechselnden Wasa-Spieler brachte nach 63:65 die Entscheidung zu Ungunsten von Wasa. Nesslau feierte, Wasa frustete.

Anschliessend versuchte Aushilfscoach Marco Valt das Positive aus der ultrabitteren Niederlage zu ziehen, indem er bilanzierte: „Ihr fühlt euch jetzt voll beschissen, und das ist das Gute daran, denn das bewirkt, dass sich jeder ernsthafte Gedanken zum Match machen wird und sich Dinge, die heute passierten, nicht mehr wiederholen werden.“

Bericht: Dominik Pérez

 

nach oben | zurück

Rechte Spalte

Hochzeiten

 

Esther Böhi & Bruno Fritsche

 

Am 26. Mai, 2012 um 14.00 Uhr, in der Kath. Kirche Oberhelfenschwil 

 

Julia Maurer & Lukas Hess

 

Am 1. September, 2012 um 14.00 Uhr, in der Evang. Kirche Rorschach

Sponsoren


Titelsponsor SML


Hauptsponsor Swiss Unihockey