Den Leaderthron erobert

Mit einem 5:3-Auswärtssieg bei Rychenberg Winterthur übernimmt der UHC WaSa die Tabellenspitze! Einmal mehr brachte eine tolle Teamleistung den Erfolg.

Effizienz und Coolness
Von Beginn weg störten die Winterthurer konsequent und körperbetont die Ostschweizer in ihren Auslösungen. Es war erstaunlich, mit welcher Coolness die junge WaSa-Truppe dem Druck standhielt. Einige Male war die Abwehr bereits überwunden, doch Torhüter Dominic Jud hexte im St. Galler Tor! In der 11. Minute gelang WaSa der Führungstreffer: Einmal mehr schlug Diego Casagrande zu. Er war von Severin Koller optimal angespielt worden. In der 20. Minute gelang beiden Teams, was sie vorher der hervorragenden Goalies wegen versäumt hatten. Erst schoss Fabian Jucker, assistiert von Mätti Burkhard, das 0:2, ehe wenige Sekunden später Rychenbergs erste Linie den Anschlusstreffer markierte.

Strafenflut im Mitteldrittel
Der zentrale Abschnitt war geprägt durch je drei kleine Strafen, für WaSa-Verhältnisse zu viele Die Mannschaftskasse durfte sich freuen. Weniger erfreulich waren die zwei Powerplaytore, welche Rychenberg zuerst zum 2:2-Ausgleich und nach Diego Casagrandes erneutem Führungstreffer (29.14, Pass kam von Fabian Braunwalder) zum 3:3-Gleichstand einnetzte. WaSa hatte dem Zürcher Überzahlspiel sehr gut zugeschaut und verwertete seinerseits die nächste Gelegenheit in der 40. Minute. Topskorer Chris Eschbach, krankheitshalber nur sporadisch eingesetzt, hatte Fabian Braunwalder optimal zum 3:4 assistiert.

Grenzenloser Jubel
In der Drittelspause fragte sich nicht nur das Trainerduo, wie lange die grippegeschwächten Wasaner dem Winterthurer Dauerpressing noch Paroli bieten würden. Doch gerade in solchen Situationen zeigt sich die tolle Mannschaft. Einzelne Wechsel und Verschnaufpausen wurden von den neu Eingesetzten perfekt umgesetzt! In der 45. Minute schoss Fabian Jucker, auch er Doppeltorschütze, im Powerplay ein Zuspiel Jeanot Eschbachs zum 3:5 ins Winterthurer Tor.

Noch einmal reagierten diese vehement und erspielten sich einige hochkarätige Chancen vor Teufelskerl Dominic Jud. Doch der hatte heute ein paar Arme und Beine zuviel, aus Zürcher Sicht jedenfalls. Seine Paraden und ein im letzten Abschnitt wieder diszipliniertes Auftreten (Nicht zuletzt dem Mentaltraining sei Dank, Guido!) sicherten schliesslich die drei Punkte. Damit kann sich WaSa noch nichts kaufen, hat aber den Ligaerhalt auf sicher. Und einmal Leader zu sein, ist auch ein schönes Gefühl: DANKE, JUNGS!

Bericht: Jürg Leibundgut

 

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