Doppelrunde mit drei Punkten

Gleich zweimal konnten die Unihockeyaner von WaSa zu Hause in der kultigen Bünthalle antreten. Am Samstag gewannen die Ostschweizer nach Penaltyschiessen gegen Alligator Malans. Am Sonntag folgte einer ärgerliche Niederlage gegen die Kloten-Bülach Jets.

Wie oft in den letzten Jahren empfing man Alligator in der Bünt. Bereits einige Male strauchelte der Favorit hier und so wollte WaSa auch diesmal Punkte einfahren. Erstmals in dieser Saison lief auch Wick im WaSa-Dress auf. Eine längere Verletzung liess ihn die bisherigen Meisterschaftsspiele verpassen. Sein Comeback gestalte er sehr erfolgreich.

Im ersten Drittel spielte das Heimteam stark auf führte nach 20 Minuten absolut verdient mit 4-2 Toren. Es war vermutlich eines der besten Drittel unter dem Trainergespann Mohr/Marty. Doch wenn man das erste Spiel auswärts gegen Malans sah, konnte man ahnen, dass die Bündner noch eine Antwort parat haben. Obwohl WaSa weiterhin gut spielte, mussten sie die Gäste je länger je mehr aufkommen lassen. Ausgerechnet der letztjährige WaSa-Spieler Dominioni markierte in Unterzahl den Ausgleich zum 4-4 Pausenresultat.

Im letzten Abschnitt dauerte es 11 Minuten bis das Heimteam nochmals in Führung gehen konnte. Ein Kombination der Gebrüder Mittelholzer liess die Zuschauer in der Bünt jubeln und man schnupperte am Sieg. Zwei Minuten vor Schluss konnten die Gäste jedoch noch ausgleichen. Der verdiente Punkt war im Trockenen und in der Verlängerung kämpften beide Teams vehement um den Zusatzpunkt. Doch entschieden wurde die Partie erst im Penaltyschiessen. Der einzige erfolgreiche Schütze war Rückkehrer Wick. Mit seinem Treffer sicherte er dem Team den Zusatzpunkt.

Gegen die punktelosen Kloten-Bülach Jets wollte WaSa den Erfolg vom Vortag bestätigen. Sie begannen entsprechend aggressiv und setzten die Zürcher früh unter Druck. Und die Jets zeigten einige Male, dass die sieben Saisonniederlagen nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen sind. Häufig hatten sie Ballverluste im Aufbau zu verzeichnen. Zudem hatten Sie Mühe mit der Zuteilung wenn WaSa den Ball schnell zirkulieren liess. Den frühen Rückstand konterten die St. Galler auf eindrückliche Art und Weise. Im Verlaufe des Startdrittels kehrten sie das Resultat auf 4-1. Vorallem gelang den Ostschweizern auch mal wieder ein Treffer in Überzahl. Dass wiederum Wick das Score für das Heimteam eröffnete war kein Zufall. Nach seiner langen Verletzungspause scheint er in Sachen Tore schiessen Nachholbedarf zu haben. Mit Chris Eschbach und Roman Mittelholzer reihten sich auch die üblichen Verdächtigen in die Torschützenliste ein.

Im zweiten Drittel lief das Spiel anfänglich unverändert für WaSa. Zwar mussten sie wiederum den ersten Gegentreffer kassieren doch mit zwei weiteren Toren führten sie 6-2. Das Spiel schien entschieden. Die WaSa-Spieler dachten scheinbar das Gleiche. Nach einem Jets Time-Out ging bei den St. Gallern aber nichts mehr. Es war, als hätte man dem WaSa-Spiel den Stecker rausgezogen. Innerhalb von 10 Minuten erzielten die Jets 4 Tore. Zum Glück ertönte danach die Sirene – und der Jets „Spielrausch“ wurde vorerst gebremst.

Im dritten Abschnitt versuchten beide Mannschaften wieder etwas Sicherheit zu gewinnen. Trotzdem gab es in beiden Abwehrreihen teils haarsträubende Fehler. Dass keiner von diesen ausgenützt wurde entsprach gar nicht den ersten 40 Spielminuten. Auf beiden Seiten wurden 2 zu 1 Situationen leichtsinnig vergeben, Schüsse endeten im Block und Abschlüsse fanden das Ziel nicht. Ein torloses Drittel war die Folge. So war WaSa die erste Mannschaft, die den Jets in dieser Saison Punkte ermöglichten. Getrübt wurde das Drittel mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Fabian Haag.

Die Verlängerung konnte WaSa mit einem Powerplay starten. Eigentlich ideale Voraussetzungen um den Sudden Death zu erzwingen. Doch die Chance blieb ungenutzt. Im Gegenteil – ein Flügel der Jets entwischte und konnte nur noch mit einem Stockschlag gestoppt werden. Den Penalty konnte Torhüter Jud zwar parieren doch die folgende Überzahlsituation nutzten die Züricher mit einem „Zorro-Tor“. Der Zusatzpunkt ging nach der fulminanten Aufholjagd nicht unverdient an die Gäste.

Im Anschluss an die Partie wurden die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Ruedi Eilinger, Rita Anderegg und Marius Birrer würdig verabschiedet. Mit Schwingerkönig Arnold Forrer konnte für diese Verabschiedung eine bekannte Ostschweizer Persönlichkeit gewonnen werden. Im anschliessenden kleinen Showkampf zog Ruedi Eilinger gegen den Schwingerkönig nicht unerwartet den Kürzeren. Ob er bereits einen Revanchekampf plant ist zur Zeit nicht bekannt.

Waldkirch-St. Gallen - UHC Alligator Malans 6:5 n.P. (4:2, 0:2, 1:1, 0:0, 1:0)

Bünt, Waldkirch. 220 Zuschauer. SR Lehmann/Schorr.

Tore: 3. Eberhard (Brunner) 0:1. 7. Wick (Haag) 1:1. 8. Chris Eschbach (Roman Mittelholzer) 2:1. 10. Wick (Lukas Hess) 3:1. 13. Lukas Hess 4:1. 19. Olkkonen 4:2. 28. Ostransky 4:3. 35. Dominioni 4:4. 51. Roman Mittelholzer (Thomas Mittelholzer) 5:4. 58. Olkkonen (Vetsch) 5:5.

Penaltyschiessen: Rissanen verschiesst. Ostransky verschiesst. Väänänen verschiesst. Vetsch verschiesst. Wick trifft 1:0. Olkkonen verschiesst. Roman Mittelholzer verschiesst. Wardi verschiesst. Thomas Mittelholzer verschiesst. Dominioni verschiesst.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Waldkirch-St. Gallen - Kloten-Bülach Jets 6:7 n.V. (4:1, 2:5, 0:0, 0:1)

Bünt, Waldkirch. 230 Zuschauer. SR Baumgartner/Ziegler.

Tore: 6. Künzli (Dominik Dürst) 0:1. 7. Wick (Haag) 1:1. 11. Jeanot Eschbach (Jucker) 2:1. 11. Roman Mittelholzer (Chris Eschbach) 3:1. 16. Chris Eschbach (Väänänen) 4:1. 22. Zolliker (Adank) 4:2. 25. Chris Eschbach (Väänänen) 5:2. 28. Jeanot Eschbach (Rissanen) 6:2. 31. Zolliker (Daniel Dürst) 6:3. 32. Fischer (Heller) 6:4. 35. Jaunin (Auer) 6:5. 40. Adank (Zolliker) 6:6. 63. Jaunin (Thierstein) 6:7.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 5mal 2 Minuten gegen Kloten-Bülach Jets.

Bericht: Marco Valt

 

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