Heimpleite gegen Uster

Man hatte sich viel vorgenommen für die Partie gegen Uster. Nach einigen sieglosen Partien wollte die U21 von WaSa am vergangenen Wochenende endlich ihr Punktescore erhöhen. Doch aus dem Plan wurde nichts – Uster fertigte die Einheimischen gleich mit 10:1 ab.

Das Positive vorweg: Die Partie gegen Uster ist auf Video aufgenommen und wird dem Trainergespann um Michael Egli, Leonardo Venturini und Daniel Zwicky einige lehrreiche Erkenntnisse liefern.

Zum Spiel: Die WaSaner starteten konzentriert in die Partie. Das Spiel war in der Anfangsphase ausgeglichen und beide Seiten hätten in dieser Phase in Führung gehen können. Nach einem Ballverlust in der Mittelzone allerdings war es dann soweit: 2 Usterner entwischten und liessen Torhüter Nüssli keine Chance. Und auch der zweite Treffer der Gäste liess nicht lange auf sich warten. 2 Usterner degradierten 4 WaSa Verteidiger zu Statisten und erzielten das 2:0. Der Schock schien tief zu sitzen, dauerte es denn nur wenige Minuten, bis es 3:0 stand. Und auch das 4:0 fiel noch vor dem ersten Pausentee.

Das St. Galler Trainertrio appellierte in der Pause an die Ehre und nahm einige Umstellungen vor. Das Spiel der WaSaner wurde im zweiten Drittel denn auch besser. Das zweite Drittel gestaltete sich ausgeglichen, auch wenn es Uster schliesslich mit 2:0 gewann. Dem ersten dieser beiden Treffer war ein geblockter Abschluss mit folgendem Gegenstoss vorangegangen. Der zweite war dann in seiner Entstehung symbolträchtig für die ganze Partie: WaSa kam im Boxplay zu einem Freistoss in der eigenen Ecke. Statt zu befreien traf man einen Zürcher am Kopf, von wo aus der Ball ins eigene Tor flog. 0:6 lautete der ernüchternde Rückstand zur zweiten Drittelspause.

Und leider wurde trotz der guten Vorsätze auch das dritte Drittel nicht erfreulicher. Nach einigen weiteren Treffern gelang Christian Büsser, einer der besseren Grünen an diesem Tage, wenigstens der Ehrentreffer zum Schlussresultat von 1:10.

Betrachtet man das ganze Spiel, so sind folgende Erkenntnisse zu machen:

1.) Es reicht nicht, immer nur zwischendurch Unihockey zu spielen. Im ersten Drittel fielen 3 Treffer innerhalb von 3 Minuten, im letzten Drittel wiederum drei innerhalb von 4 Minuten. Somit verliert man das Spiel quasi in 7 Minuten. Während den ersten 10 Minuten, dem gesamten Mitteldrittel und auch während eines Grossteils des letzten Drittels waren die St. Galler nicht derart unterlegen, wie es das Resultat vermuten lässt. Leider war man in dieser Zeit aber nicht in der Lage, die durchaus vorhandenen Ansätze in Bares umzumünzen.
2.) Etwas mehr Demut wird nötig sein, um im Kampf gegen den Abstieg zu bestehen. Um in der U21A zu Punkten zu kommen, braucht es mehr als nur gute Vorsätze, man muss sie letztlich auch umsetzen. Und dafür braucht es Kampf, Leidensbereitschaft, Kaltblütigkeit und vielleicht auch ein bisschen mehr Wettkampfglück.

Nun steht das heikle Auswärtsspiel in Chur an. Der Tabellennachbar hat an diesem Wochenende überraschend auswärts die Langnau Tigers nach Verlängerung besiegt, sodass WaSa nun bereits 3 Punkte hinter dem rettenden achten Platz zurückliegt. 3 Punkte in Graubünden sind also Pflicht. Und WaSa wird alles daran setzen, diese Vorgabe umzusetzen. In diesem Sinne: Es geht weiter. In Chur beginnt es wieder bei 0:0.

Bericht: Daniel Zwicky

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