Im Penaltyschiessen verloren

Nach dem geglückten Saisonstart ging es für die jungen St. Galler am letzten Samstag ins Bündnerland  gegen die Iron Marmots  aus Davos-Klosters.

Das Spiel im bereits leicht verschneiten Bündnerland startete für die St. Galler nicht wunschgemäss. Bereits nach 10 Minuten lagen die Grünen 2:0 hinten. 2 Mal konnten die Bündner, die nach der ersten Runde die Tabellenführung übernahmen, gegen den Tabellenzweitplatzieren einnetzen. Der Start wurde von den St. Galler verschlafen und so musste man bereits einem Rückstand hinterher rennen. In der15 Minute konnte Chris Eschbach den Anschlusstreffer auf Zuspiel von Davide Petrini zum 2:1 markieren. Nur wenige Minuten später erziele Adrian Rüesch noch vor dem ersten Drittelende den Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt ging für die St. Galler nicht mehr viel. Offensiv konnte man keine guten Abschlüsse verbuchen und fand irgendwie nie nicht richtig ins Spiel. Positiv zu Erwähnen blieb jedoch die Leistung in der Defensive. Hinten stand man sauber und kompakt und liess den Davosern nicht viele Abschlüsse zu. Doch eine kleine Unaufmerksamkeit reichte den Bündnern um erneut in Führung zu gehen. Mit dem Stand von 3:2 für das Heimteam ging es das letzte Mal zurück in die Garderobe. Für die Gallus-Städtler war nun klar, dass man nochmals einen Gang hinauf schalten muss, um schliesslich die 3 Punkte auf das eigene Konto zu buchen.

Zurück auf dem Platz wollte man den Ausgleich möglichst schnell erzielen. Doch der Davos-Riegel hielt. Immer wieder versuchten die St. Galler das Glück zu erzwingen, doch der Ball wollte nicht ins Tor rollen. Zu oft setzen die St. Galler ihre Schüsse in einen Davoser Block. Da man nun immer mehr in die Offensive investierte, kamen die Davoser zu etlichen Konterchancen. Aus Sicht der St. Galler konnte man von Glück sprechen, dass die Davos ebenso fahrlässig mir ihren Chancen umgingen. Das Team von Ivo Bischof und Beni Zöllig konnte sich zwar immer wieder in der Platzhälfte der Heimmannschaft festsetzen, doch der letzte Tick zum Tor fehlte. Irgendwie agierten die St. Galler nicht mit 100%iger Entschlossenheit. Doch die St. Galler kämpften weiter und wollten zurück ins Spiel finden. Man fand zwar nicht wirklich richtig ins Ziel, jedoch fand Captain Andrin Zellweger 90 Sekunden vor Ende der Partie in einer Überzahl ohne den Torhüter im 5 gegen 6 tatsächlich nochmals das Tor und konnte so den erneuten Ausgleichstreffer erzielen. Mit viel Glück und Mühe konnten sich die "grünä Hosä" in die Verlängerung retten.

In der Verlängerung passierte nicht viel. Keine der beiden Mannschaften konnte die Entscheidung in der Verlängerung klar machen. Zwar konnte Davos 2 von den 5 Minuten in Überzahlen spielen, da die Nummer 15 der St. Galler Stefan Meier eine Strafe wegen Stossen auf der Strafbank absitzen musst, jedoch stand das Box-Play sehr diszipliniert und liess kein Tor zu. Da kein Sieger nach der Verlängerung auszumachen war, wurde die Entscheidung im Penatlyschiessen gesucht. 5

Schützen auf beiden Seiten nahmen Anlauf. Andrin Zellweger und Chris Eschbach lösten die Aufgaben souverän. Die restlichen Schützen konnten den stark aufspielenden Davoser Torhüter nicht bezwingen. Auch der St. Galler Torhüter Urban Nüssli konnte 3 Mal die Versuche der Bündner unterbinden und hielt so seine Mannschaft zurück im Spiel. Dieselben Schützen musste so nochmals Anlauf nehmen. Dieses Mal scheiterte Andrin Zellweger und so konnte der Davoser Schütze im folgenden Penalty alles klar machen. Damit kam es zu einer Punkteteilung: 1 Punkt ging nach St. Gallen und 2 Punkte blieben in den kalten Bergen.

Zusammenfassend muss gesagt werden, dass die Niederlage nicht ganz überraschend kam. Das Auftreten der St. Galler im Vorfeld war doch ein wenig leichtsinnig und überheblich, um nicht schon zu sagen arrogant. Die Niederlage hat den Absteiger wieder auf den Boden der Realität gebracht und aufgezeigt, dass diese Liga ebenfalls sehr stark ist und nicht unterschätzt werden darf, da es ansonsten genau zu solchen unnötigen Punktverlusten kommt.

Zum Glück der St. Galler ist die Tabelle zurzeit sehr ausgeglichen und so kann bereits am nächsten Sonntag erneut Auswärts - dieses Mal in Zug - gegen die Zuger Highlands der Ausrutscher wieder gut gemacht werden. Will man dort Punkte einfahren, so muss in den kommenden Tagen sehr hart und diszipliniert weiter gearbeitet werden.

Bericht: Giuliano Pasqualini

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