Nach dem Hoch folgt das Tief

Die SML-Mannschaft des UHC Waldkirch-St. Gallen verliert auswärts in Winterthur gegen Rychenberg klar mit 2:9. Der ehemalige WaSa-Spieler Schadegg brillierte mit drei Toren für die Winterthurer.

Nach den sechzig Spielminuten schaute man auf Seiten der St. Galler in viele ratlose Gesichter. WaSa bot nach einigen vielversprechenden Auftritten in den letzten Spielen die klar schwächste Leistung der Saison. Die Liste mit möglichen Ursachen ist lang. Was aber schlussendlich wirklich die Gründe für die Baisse waren, wusste im St. Galler Lager niemand so genau.

Das Spiel ist schnell erklärt. Rychenberg verhielt sich in der Defensive mehr oder weniger geschickt und suchte nach Ballgewinnen jeweils den schnellen Konter. Über die ganze Spielzeit hinweg kamen sie so  immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten und gefährlichen Torchancen. Schadegg mit drei Toren und Skalik mit 2 Toren und 1 Assist traten dabei als erfolgreichste Skorer ihres Teams auf. Einzig nach den beiden Toren durch Preisig (31. und 50. Minute) hatte auch WaSa für kurze Zeit jeweils einige gute Momente zu verzeichnen. Insgesamt aber fehlte es an Einstellung, an Aggressivität und an Durchsetzungsvermögen. Damit genügte Rychenberg ein durchschnittlicher Auftritt um die drei hinsichtlich der Finalrundenqualifikation eminent wichtigen Punkte für sich zu gewinnen.

Vielleicht war es die Vorbereitung auf das Spiel, in der zeitweise sieben Spieler oder Betreuer mit Krankheiten oder Verletzungen zu kämpfen hatten und angeschlagen in die Partie gingen, welche für die schwache Darbietung sorgte. Vielleicht war es der Ausfall von Captain Othmar Schärli. Oder die Chance, sich mit drei Punkten über den Strich spielen zu können, wirkte anstatt motivationsfördernd eher als lähmende Last. Allenfalls spielte Cepek als ehemaliger WaSa-Trainer mit seinen Kenntnissen der Spieler eine Rolle, möglicherweise verunsicherte die hohe Niederlage im Hinspiel, eventuell...

Tatsache ist, dass kein einziger Spieler auch nur annähernd an seine Leistungen aus den vergangen Spielen anknüpfen konnte. WaSa bleibt nun eine Woche Zeit um sich von der Niederlage zu lösen und den Blick auf die kommenden Aufgaben zu richten. Am Samstag trifft die Mannschaft von Trainer Johan Oestman auswärts auf den Direktkonkurrenten aus Grünenmatt und am Sonntag empfängt sie die Alligatoren aus Malans. Hoffentlich ist bis dann die Liste mit positiven Argumenten, welche für eine gute Leistung sprechen, wieder grösser als jene der schlechten Vorzeichen. Noch bleibt die Chance auf einen Finalrundenplatz zumindest theoretisch erhalten.

Bericht: Manuel Zehr

 

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