Punkte für WaSa

Nach der Startpleite bei Floorball Köniz wurde dieses Wochenende eine klare Leistungssteigerung erwartet. Die Wasa Equipe mit einigen neuen Gesichtern soll vor allem mit Kampfgeist agieren.

Das Heimspiel im Athletik Zentrum bestritt Wasa gegen das vermeintlich stärkere Langnau Tigers. Der letztjährige Cupsieger und Vizemeister musste zwar auf Zalesny verzichten, neben ihm figurieren aber etliche weitere Nationalspieler im Kader der Tigers.

Dies war kaum spürbar im ersten Drittel. Entgegen aller Erwartungen war das Spiel ausgeglichen und das Heimteam eröffnete das Score durch Eriksen. Es gelang keiner der beiden Mannschaften sich im der gegnerischen Platzhälfte festzusetzen. Im Mittelabschnitt gelang es dem Heimteam erneut vorzulegen, doch die Tiges glichen auch dieses Mal zum 3:3 Spielstand aus.

Für die Gallusstädter lag ein Punkteerfolg durchaus im Möglichen. Statt erneut vorzulegen im Schlussdrittel überzeugten aber die Langnauer viel mehr mit schnellen Direktpassspiel. Sie setzen sich ums St.Galler Tor fest und kamen zu gefährlichen Abschlüssen. Bis zur 50. Minute legten sie gleich dreifach vor. Die mangelnde Blockarbeit wurde verbessert und prompt kam das Heimteam wieder besser ins Spiel. Nach dem 4:6 Treffer gelang kurz vor Schluss mit sechs gegen fünf Spielern wiederum durch Eriksen der Anschlusstreffer. Trotz einigen Möglichkeiten auf den Ausgleichstreffer gelang dieser nicht mehr.

Wasa schnupperte am Erfolg, erreichte aber noch keine Punkte. Doch wenn weiter so gekämpft und an Details wie Schüsse blocken und Chancenauswertung intensiv gearbeitet wird, können folgende Partien für sich entschieden werden.

Mit Lok Reinach wartete ein noch aus NLB Zeiten bestens bekannter Gegner auf die Gallusstädter. Auch ihre Spielweise war kein Rätsel, da Coach Svensson vor zwei Saison Wasa trainierte. Die harte Spielweise und schnellen Konter fruchteten zumindest gegen den HC Rychenberg und brachten dem Gegner am Vorabend drei Punkte ein.

Es gab viele harte Zweikämpfe und immer wieder weite Bälle aus der Verteidigung auf die Tore, doch zu punkten vermochte im ersten Drittel keines der beiden Teams. Beidseits vergab man die Chance in Überzahl die Führung zu erzielen. Trotz geringer Zuschauerzahl kam richtiggehend hitzige Derby Stimmung auf. Zwar liess die Spielqualität zu wünschen übrig, viele Fehlpässe und kaum gepflegtes Angriffspiel, doch gekämpft wurde um jeden Ball. War dies nun vor dem gegnerischen Tor oder im eigenen Slot. Es dauerte gut eine halbe Stunde bis Dätwyler das spielöffnende Tor schoss. Chancen gab es zu Hauf, doch bei Wasa schien als wollte das Runde nicht ins Eckige. Stattdessen traf Lok ungehindert aus dem Slot zur 2:0 Führung.

Chancenauswertung war aber beidseits ein Defizit. Dies sollte sich im letzten Abschnitt ändern, Wasa war nun vermehrt am Drücker. Das Powerplay führte ein weiteres Mal zu keinem Treffer, doch kurz darauf traf Sladky zum Anschlusstreffer für die St.Galler. Abschlüsse wurden weiter aus allen Lagen gesucht und das Reinacher Tor gestürmt. In der 52. Minute entwischte Wittwer und trifft genau ins hohe Eck, kurz darauf rettet gar die Latte. Fast im Gegenzug nutzen die St.Galler doch noch ein Powerplay und stürmen weiter ums gegnerische Tor. Kurz vor Schluss schafft Wick den hart erkämpften Ausgleich und bringt die St.Galler in die Verlängerung. Diese gestaltet sich ausgeglichen, bis wiederum Wick, der zum Bestplayer erkoren wurde, den Ball direkt in die Maschen hämmert.

Das Positive aus dieser Doppelrunde ist sicherlich, dass sich die St.Galler trotz Rückständen nochmals aufrafften und jeweils zurück ins Spiel fanden. Bezüglich Chancenauswertung und gepflegtem Angriffsspiel können weiter Fortschritte erzielt werden. Nimmt sich dies die Mannschaft zu Herzen, könnten schon gegen Chur Unihockey am nächsten Sonntag 16.00 Uhr im Athletik Zentrum weitere Punkte folgen...

 

Bericht:Simon Schweizer

 

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