Punkteloser Saisonabschluss

Die NLB-Damen des UHC Waldkirch St.Gallen verlieren zum Saisonabschluss sowohl gegen Aergera Giffers-Marly als auch gegen den UHC Thun. Punkte wären für WaSa allerdings nicht unverdient gewesen.

Am Samstag standen die Damen des UHC Waldkirch-St.Gallen im Athletikzentrum Aergera Giffers-Marly gegenüber. Die Ostschweizerinnen wussten um die Schnelligkeit und die guten technischen Fertigkeiten ihrer Gegnerinnen und genau dies war dann auch Realität. Giffers war im ersten Drittel klar agiler als die St.Gallerinnnen und so stand es nach 20 Minuten 2:0 für die Gäste. Im Mitteldrittel zeigte WaSa eine Steigerung, wirkte wacher und aggressiver. Giffers konnte zu Beginn jedoch auf seiner Erfolgsschiene weiterfahren. In der 30. Minute erzielte Carmen Bapst das 3:0 für die Fribourgerinnen. Wer nun glaubte, das Spiel sei gelaufen, täuschte sich. WaSa drehte in der Folge auf. In der 33. Minute konnte Verena Berry auf Pass von Livia Resegatti das 1:3 erzielen. Auch Anja Werz gelang es fünf Minuten später, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Da Giffers allerdings auf diese zwei Treffer ebenfall smit einem Tor reagierte, stand es nach gut 37 Spielminuten 2:5. Dann aber waren die Fribourgerinnen mit ihrem Angriffs-Latein am Ende. Noch vor der Pause konnte WaSa zwei weitere Treffer erzielen, so dass es nach 40 Minuten nur noch ein Tor Rückstand aufzuholen hatte.

Giffers wankte
Im letzten Drittel wankte Giffers erheblich, denn WaSa zeigte noch einmal ein gutes Angriffsspiel und kam zu vielen Chancen. Die Fribourgerinnen fielen dann aber doch nicht. Sie konnten den Vorsprung über die Zeit retten und gewannen knapp, aber nicht unverdient mit 5:4. WaSa zeigte allerdings mental ein gutes Spiel und bewies mit der Aufholjagd Moral.

Christine-Rossel-Show
Im zweiten Spiel gegen den UHC Thun wollte WaSa dort anknüpfen, wo es am Samstag aufgehört hatte. Dies gelang gut, im ersten Drittel hatten die St.Gallerinnen in Thun die Überhand. Sie liessen den Ball geschickt laufen und kamen so immer wieder zu guten Chancen. So war es denn auch keine Überraschung, als Anja Werz in der 10. Minute den Führungstreffer für WaSa erzielen konnte. Darauf spielte WaSa zwar weiterhin gut, es war aber Thun, das die Tore erzielte. So stand es nach 40 Minuten 2:1 für die Gastgeberinnen. In der Folge war es einzig und allein Christine Rossel, die den St.Gallerinnen das Leben schwer machte. Die Thunerin bestritt das letzte Spiel ihrer langen und mit NLA-Spielen und Nati-Aufgeboten sehr erfolgreichen Karriere und wollte dem Publikum einen guten Karriere-Abschluss zeigen. Nicht weniger als vier Tore erzielte sie im ganzen Spiel, drei davon im Schlussdrittel. WaSa zeigte allerdings wiederum Moral, kam durch Tore von Verena Berra und Livia Resegatti bis auf 3:4 an die Thunerinnen heran. Dann war es allerdings kurz vor Schluss – wer könnte es anders sein – Christine Rossel, die das Spiel mit dem 5:3 für Thun entschied. Punkte für WaSa wären in diesem Spiel mehr als verdient gewesen, Thun glänzte allerdings mit einer klar besseren Chancenauswertung als die St.Gallerinnen. Diese schliessen die Saison auf dem sechsten Rang ab. Da das Team fast ohne Abgänge zusammenbleibt und auch Cheftrainer Markus Riesen in der nächsten Saison wieder an der Bande steht, darf man im kommenden Jahr durchaus auf eine erfolgreichere Platzierung hoffen.

Bericht: Natalie Brägger

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