Punkte verschenkt

Die NLB-Damen des UHC WaSa schienen am Sonntag mit ihren Köpfen schon in der Weihnachtspause gewesen zu sein. Mit einer 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen machten sie Gegner Köniz ein Geschenk.

Dass das Spiel gegen Floorball Köniz für den UHC Waldkirch-St.Gallen schlecht begonnen hat, kann man für einmal nicht behaupten. Bereits in der ersten Minute gelang es Lara Eschbach, ihre Gegnerin so zu stören, dass sie den Ball zum 1:0 für WaSa ins Tor von Köniz ablenken konnte. Dies war ein Start nach Mass für die Ostschweizerinnen. Was danach folgte, musste aber auch eingefleischte Unihockey-Fans zum Gähnen gebracht haben. Weder WaSa noch Köniz übernahm das Tempodiktat in der ruhig wirkenden Lebermatt. Während Köniz technisch und läuferisch früh an seine Grenzen stiess, vermochte WaSa das Unvermögen seiner Gegnerinnen nicht auszunutzen. Das Back-Checking der St.Gallerinnen war oft ungenügend, zudem liess die Chancenauswertung zu wünschen übrig.

Werz erzielt 2:0
Nach dem ersten Drittel stand es deshalb immer noch 1:0 für WaSa, für die Ostschweizerinnen ein unbefriedigendes Ergebnis. Im Mitteldrittel zeigten sie eine Reaktion, spielten aktiver und taten in der Angriffszone mehr, um zu Chancen zu kommen. Köniz war in solchen Situationen oft überfordert, WaSa schaffte es im Gegenzug jedoch nicht, die vielen Chancen auch in Tore umzuwandeln. Erst in der 38. Minute gelang es der erst 16-jährigen Anja Werz, das 2:0 für das Gastteam zu erzielen. Weitere Tore fielen trotz vieler Chancen keine mehr.

Köniz gibt nicht auf
Im dritten Drittel zeigten die Grün-Weissen dann wieder eine ganz andere Leistung als in den Minuten vor der Pause. Sie fielen ins alte Fahrwasser zurück, spielten zu wenig engagiert und sehr statisch. Köniz versuchte sein Glück immer wieder mit Kontern. In der 53. Minute wurden sie dafür zum ersten Mal belohnt, Thea Beck konnte den Anschlusstreffer erzielen. Dieser brachte WaSa aus dem Konzept, nur drei Minuten später erzielte das Heimteam gar den Ausgleichstreffer. In den verbleibenden Spielminuten sowie in der Verlängerung konnte WaSa trotz grossem Druck auf das Könizer Tor den Siegtreffern nicht erzielen.  Das abschliessende Penaltyschiessen war sinnbildlich für das ganze Spiel: Während alle WaSa-Spielerinnen ihren Penalty verschossen, konnte Köniz nach vier Durchgängen einen 2:0-Sieg im Penaltyschiessen feiern. Mit dieser ärgerlichen Niederlage hat es WaSa verpasst, den Vorsprung auf Verfolger Leimental auf sechs Punkte auszubauen. Der Abstand zu den Verfolgerinnen aus Basel  und damit einen Playout-Platz beträgt nun vier Punkte.

Bericht: Natalie Brägger

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