Punktgewinn bei Penaltypremiere

Der UHC WaSa ergatterte zuhause gegen Chur Unihockey einen Punkt. Der Zusatzzähler im ersten Meisterschafts-Shootout der Vereinsgeschichte ging dann allerdings an die Bündner.

Schlechter Start
Wer nach 20 Minuten im Heimspiel gegen Chur noch auf WaSa wettete, war entweder eingefleischter Hardcore-Fan oder grenzenloser Optimist. 0:3 lag die Schärli-Truppe zu diesem Zeitpunkt zurück. Schon zu Beginn schien die Niederlage gegen Rychenberg tiefe Spuren im WaSa-Team hinterlassen zu haben. Es dauerte denn auch bis zur 18. Minute, ehe Verteidiger Kläger die erste nennenswerte WaSa-Torchance ausliess. Kämpferisch war den Ostschweizern absolut nichts vorzuwerfen, doch lief einfach noch zuwenig zusammen.

Umgekippter Schalter
Was auch immer in der WaSa-Garderobe passierte, das Publikum jedenfalls erlebte ein stark verbessertes Auftreten ihres Teams im Mitteldrittel. Ein Doppelschlag nach 26 Minuten durch Wick und Mathis brachte WaSa auf 2:3 an die Bündner heran. Obwohl Chur bei seinen Torchancen stets gefährlich blieb und bei einem aberkannten Tor wegen hohen Stocks fehlendes Glück beklagte, lag durchaus auch der Ausgleich in der Luft. Dieser wurde kurz vor Drittelsende Tatsache, als Dani Kläger eiskalt einschlenzte. Das Winterthur-Trauma war endgültig überwunden!

Dramatik pur
Was 20 Spielminuten vorher nur noch wenige geglaubt hatten, wurde Tatsache: A night to remember! Das Spiel war nun ein stetes Hin und Her. Je ein Stangentreffer, je ein Tor und je eine vereitelte Matchentscheidung in der Schlussminute unterhielten die Zuschauer bestens. Dabei drohte WaSa den Match in der 52. Minute noch aus der Hand zu geben. Nachdem der Churer Powerplayblock mit drei Finnen und zwei Schweizer Natispielern die erste Überzahl nach wenigen Sekunden erfolgreich gestaltet hatte, schwante dem WaSa-Anhang Böses, als nun eine Strafe gegen sein Team ausgesprochen wurde. Doch Roman Wick unterband das schnelle Churer Passspiel und erzielte nach Fehler Jussi Kosolas per Shorthander die erstmalige Führung! Leider – aus St. Galler Sicht – skorten die Bündner wenige Sekunden später halt doch noch zum Ausgleich. Wenig später kams zum Penaltyschiessen. Für WaSa eine Premiere, welche nach je fünf Schützen 1:1 stand. Hans Mathis hatte WaSa in Front gebracht, Kosola seinen Fehler wettgemacht. Besagter Finne gab den Schwarzen Peter definitiv ab, als er in der Ko-Runde der 6. Schützen nochmals verwertete. WaSa seinerseits darf stolz sein, eine Reaktion auf das verpatzte letzte Spiel gezeigt zu haben!

Bericht: Jürg Leibundgut

 

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