Saisonstartsieg - Mit Kampf und Blut
Nach der Niederlage im Playout-Spiel gegen Grasshoppers Zürich und dem damit verbundenen dramatischen Abstieg in die U21 B, stand nach genau 175 Tagen das erste Pflichtspiel in der neuen Stärkeklasse auf dem Programm. Nach einem harten Sommertraining mit viel Leiden, Schweiss und an die Grenzen gehen, konnte sich das Team, das bis auf wenige Abgänge und einigen Zuzügen gleich blieb, das erste Mal beweisen, dass die U21 Mannschaft von WASA in die Stärkeklasse A gehört.
Beim ersten Meeting vor dem Spiel gab es zuerst einen keinen Dämpfer: Christian Büsser verpasste den Saisonauftakt, da im Abschlusstraining am Vorabend in der Garderobe ein Spiegel zerbrach und ihm eine Wunde bescherte, die er am späten Abend noch mit einigen Stichen nähen lassen musste. Gute und schnelle Genesung wünscht man ihm und unter dem Motto „Scherben bringen Glück“ ging man in die Partie. Um 18.00 Uhr wurde die Partie in Kloten zwischen Kloten-Bülach Jets und Waldkirch St. Gallen von den beiden Spielleiterinnen angepfiffen. Auf Seite der St. Gallen merkte man bereits von Beginn an, dass nur der Sieg zählt. Man suchte immer wieder den Abschluss jedoch erfolglos. Nach 12.36 konnte sich doch der bullige Center Michael Gämperli gegen die gegnerische Verteidigung durchsetzten und erfolgreich ins hohe Ecke einnetzten. Das Tor tat den Gallus-Bürgern gut. Doch die Klotener zeigten auch, dass sie sich nicht ohne Grund in der letzten Saison hinter Aufsteiger GC den zweiten Platz gesichert hatten. In der 17 Minute musste sich der St. Galler Torhüter Urban Nüssli das erste Mal nach einem abgelenkten Schuss geschlagen geben. 50 Sekunden später wurde eine 2 Minuten Strafe gegen Giuliano Pasqualini wegen Stossen ausgesprochen. Das Box-Play der St. Galler agierte gut doch 15 Sekunden vor dem Ablauf der Strafe konnten die Jets erneut durch einen abgelenkten Schuss einnetzten und die erstmalige Führung übernehmen. Mit dem Stand von 2:1 für die Heimmatch ging man in die Pause.
Nach einer Erinnerung an die geübte Taktik durch das Trainerduo kamen die Jungs aus St. Gallen gestärkt aus der Kabine zurück aufs Feld. Nach 22.28 wurde eine 2 Minuten Strafe gegen Kloten wegen unsportlichem Verhalten ausgesprochen, welche man zum Torerfolg nutzen wollte. Der anschliessende Freistoss für Kloten im hohen Slot wurde von der Klotener Box ausgführt und der Ball fand tatsächlich den Weg ins Tor. In Unterzahl konnte Kloten so das 3:1 erzielen. Dies wollte das Power-Play von St. Gallen wieder gut machen. Dabei kam es zu einem Zweikampf in der Ecke und Stefan Meier krümmte sich plötzlich am Boden und hielt sein Kopf. Pfiffe von der Tribüne wegen Schauspielerei folgten doch Stefan Meier schürfte sich an der Bande den Kopf auf und blutete am Kopf. (Bereits am Vorbereitungsturnier in Weinfelden schürfte sich Stefan Meier bei einem Zweikampf an der Bande das Bein auf und musste sich im Spital die Fleischwunde nähen lassen. Die Banden und Stefan Meier werden wohl nie beste Freunde werden.) So musste er sich in der Garderobe pflegen lassen und das Power-Play musste umgestellt werden. Die neue Formation konnte keinen Torerfolg verbuchen und so blieb es beim 3:1 für Kloten. Die zwei Minuten Strafe war soeben abgelaufen, spurtete Stefan Meier – immer noch mit blutverschmierten Haaren – aus der Garderobe und nahm den Kampf wieder auf. In der Zwischenzeit konnte der erste Treffer der St. Galler im zweiten Drittel begutachtet werden. Yanick Romualdi erzielte auf Zuspiele von Andrin Zellweger den Anschlusstreffer zum 3:2. Und auch das Durchbeissen von Stefan Meier wurde belohnt. Er liess von der Mittellinie einen halb hohen Schuss ab, welcher dank guter Arbeit von Yanick Romualdi im Slot den direkten Weg ins Tor fand. Das Spiel konnte so in der 29. Minute wieder ausgeglichen werden. Die Anzeigetafel zeigte 32.23 und es waren erneut die Olma-Städtler, welche zum Führungstreffer aufs Spielfeld stürmten zum jubeln. Lukas Waldvogel konnte auf Assist von Manuel Rüegg den erneuten Führungstreffer erzielen. Doch nur knapp 40 Sekundenspäter konnten die Klotener durch eine Unachtsamkeit in der Defensive der Grünen den 4:4 Ausgleichstreffer erzielen. Nun bauten die St. Galler ziemlich ab und so waren es erneut die Zürcher, die 3 Minuten vor der Pause die erneute Führung übernahmen. Zum zweiten Mal gingen die Gäste aus der Ostschweiz mit einem Rückstand in die Pause.
Im letzten Drittel stellte das Trainerduo Bischof/ Zöllig auf zwei Linien für einen höheren Rhythmus um. Man hielt weiter an der ausgewählten Taktik fest und versuchte ununterbrochen den Ausgleich zu erzielen. Dies wurde nach 5 Minuten im letzen Drittel belohnt. Erneut Lukas Waldvogel konnte einen Konter auf Zuspiel von Giuliano Pasqualini abschliessen und einnetzen. Er setzte den Ball Millimeter genau in die rechte hohe Torecke und das Spiel war für die letzte Viertelstunde wieder offen. WASA blieb durch gute defensive Arbeit im Spiel und kam auch in der Offensive immer wieder zu grossen Chancen. Man merkte, wie wichtig ein Sieg wäre und dass die Grünen viel Einsatz, Kampf und Herz zeigten, um am Ende zu jubeln. So war es der überragende Andrin Zellweger - der Minuten zuvor noch starke Krämpfe spürte und nach einem Zweikampf am Boden liegen blieb-, der durch ein Zuspiel von Roman Brülisauer wunderschön den 5:6 Führungstreffer markieren konnte. Die restlichen 3 Minuten konnten die St. Galler gut den Ball in der gegnerischen Hälfte behalten und die Zeit herunter laufen lassen. Nach 60 harten und umkämpften Minuten pfiffen die beiden blau-tragenden Damen das Spiel ab und die ersten drei Punkte der Saison gingen in die Tasche der St. Galler. Riesig war die Freude nach 175 Tagen endlich wieder einen Sieg einzufahren und im Kreis zu jubeln. Durch eine geschlossene Mannschaftsleitung mit einem herausragenden Captain in der Person von Andrin Zellwerger konnten die ersten drei Punkte im Gepäck nach St. Gallen genommen werden.
In diesem Spiel wurde den 50 Zuschauern gezeigt, dass auch der Kampf und Zusammenhalt einer Mannschaft ein Spiel entscheiden kann. Zudem wurde den St. Gallern auch aufgezeigt, dass noch viel mehr zu holen wäre, wenn man die unnötigen individuellen Fehler abschalten kann. Auch das gute und harte Sommertraining zeigte sich: So konnte man gegen Ende der Partie immer noch gleich mit dem Gegner mithalten und brach nicht ein, was in der vergangen Saison immer wieder der Fall war. Der Sieg zeigte auf, dass die Mannschaft von Ivo Bischof und Beni Zöllig auf einem guten Weg zum Wiederaufstieg ist, jedoch dieser Weg noch steinig und schwer wird.
Nächstes Wochenende erfolgt bereits die nächste Auswärtsreise. Dieses Mal geht’s in die andere Richtung der Schweiz und zwar nach Davos. Auch dort lautet das Ziel wieder drei Punkte im Gepäck nach St. Gallen zu nehmen.
Bericht: Giuliano Pasqualini
Hochzeiten
Esther Böhi & Bruno Fritsche |
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Am 26. Mai, 2012 um 14.00 Uhr, in der Kath. Kirche Oberhelfenschwil |
Julia Maurer & Lukas Hess |
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Am 1. September, 2012 um 14.00 Uhr, in der Evang. Kirche Rorschach |