Schwarzes Wochenende

Die NLB-Damen des UHC Waldkirch-St.Gallen verlieren zum Start der Finalrunde gleich zwei Mal. Gegen Thun setzt es eine 4:7-, gegen Frauenfeld eine 2:6- Niederlage ab.

Für einmal starteten die WaSa-Damen am Samstag gegen Thun positiv ins Spiel. Nach gut 13 Minuten gingen sie nämlich durch einen Weitschuss von Sandra Germann mit 1:0 in Führung. Diesen Spielstand konnte WaSa bis kurz vor der ersten Pause halten, dann erzielte Nina Frey den Ausgleich. Auch im zweiten Spielabschnitt zeigte WaSa eine starke Leistung und war dem Leader aus Thun ebenbürtig. Kurz vor Ende des Drittels kassierten die Ostschweizerinnen dann aber innerhalb von sieben Sekunden zwei unnötige Gegentreffer, die wohl die Entscheidung des Spiels bedeuteten. Denn die St.Gallerinnen waren nun gezwungen, offensiver zu spielen und mehr Risiko einzugehen. Den entstandenen Platz nutzte Thun eiskalt aus, so dass es nach 55. Minuten 6:2 für die Bernerinnen stand. Eine kuriose Szene ereignete sich dann in der 58. Minute. Gegen WaSa war eine Strafe angezeigt, weshalb Thun seine Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin ersetzte. Eine Thunerin spielte nun einen Rückpass – hinter ihr stand allerdings keine Mitspielerin, so dass der Ball ins leere Tor kullerte. WaSa konnte nur noch Danke sagen. Selina Zellweger konnte kurz darauf noch das 4:7 erzielen, zu mehr reichte es allerdings nicht mehr.

Hohe Niederlage im Derby
Die Niederlage vom Vortag konnte Waldkirch-St.Gallen auch gegen Red Lions Frauenfeld nicht gut machen. Bereits in der ersten Spielminute kassierten die St.Gallerinnen einen Gegentreffer. Man hatte den Gegnerinnen vor dem eigenen Tor zu viel Platz gelassen. WaSa hatte auch danach Mühe, die schnellen thurgauer Stürmerinnen in den Griff zu kriegen. Nach weiteren Chancen konnte das Gastteam durch Ramona Ott den zweiten Treffer erzielen. Die St.Gallerin Jael Koller hielt das Spiel mit ihrem Weitschuss zum 1:2 in der zehnten Minute allerdings spannend. Nun galt es für die Grün-Weissen, mit Kaltblütigkeit den Rückstand wettzumachen. Doch genau dies gelang nicht, bereits zur Spielhälfte stand es 4:1 für die Gegnerinnen. WaSa war im Angriff zu wenig konsequent und Frauenfeld nutzte die Fehler des Heimteams eiskalt aus. Besser kam es auch im letzten Spielabschnitt nicht: In der 46. Minute erzielte Caroline Keller das 5:1 für Frauenfeld und rund fünf Minuten vor Spielschluss konnte Eliane Horat mittels Penalty gar das 6:1 für die Gäste realisieren. Das 2:6, das Selina Zellweger mit einer Volley-Abnahme in der 57. Minute erzielen konnte, war dann nicht mehr als Resultatkosmetik.

Selbstvertrauen fehlt
Nach diesen zwei Niederlagen sind die WaSanerinnen am Tiefpunkt dieser Saison angelangt. Sie belegen nur noch den 5. Rang. Darin, dass sie neidlos anerkennen müssen, dass ihre Gegnerinnen besser sind, haben die aus der vergangenen Saison erfolgsverwöhnten Spielerinnen des UHC WaSa keine Erfahrung. Zurzeit spielt das Team klar mit zu wenig Selbstbewusstsein, um einen der vorderen Plätze der Liga ergattern zu können.

Bericht: Natalie Brägger

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