Siegesserie gerissen

Im neuen Jahr verlieren die u21 Junioren das erste Mal nach 60 Minuten in dieser Saison im Derby gegen Floorball Thurgau mit 7:6.

Im ersten Spiel im neuen Jahr wollte man den Elan und Schwung aus dem Altjahr unbedingt mitnehmen. Nach der Weihnachts-Pause wurde nur eine Woche trainiert und am Sonntag um 13.00 Uhr stand das Spiel gegen Kantonsnachbar Floorball Thurgau auf dem Programm. In sSpiel starteten die St.Galler nicht schlecht. Die beiden Mannschaften tasteten sich zu Beginn der Partie gegenseitig noch ab. Dann nach 3:37 Minuten wurde die erste Strafe in der Partie gegen das Gästeteam ausgesprochen. Lukas Waldvogel musste auf der Strafbank wegen unkorrektem Abstand auf der Bank platz nehmen. Knapp eine Minute dauerte die Überzahl als ein Thurgauer Spieler am weiten Pfosten zur 1:0 Führung einschob und das Heimteam in Front brachte. 8 Minuten nach dem Tor wurde dann ebenfalls eine Straffe gegen Thurgau ausgesprochen. Das St.Galler Powerplay brauchte 80 Sekunden bis der Ausgleich durch Verteidiger Stefan Meier auf Zuspiel von Andrin Zellweger erzielt werden konnte. Wenige Sekunden nach dem Ausgleich durfte das St.Galler Powerplay gleich nochmals auflaufen. Wieder nach knapp 70 Sekunden schlug man zu. Lucas Rüesch bediente mit einem Querpass Yanick Romualdi, der den Ball im Tor problemlos unterbrachte. Mit der 1:2 Führung ging man zum ersten Mal zurück in die Garderoben.

Das Mitteldrittel wird für die St.Galler nicht in guten Erinnerungen bleiben und war wohl auch dementsprechend ausschlaggebend für den Ausgang der Partie. Nach 2 Minuten konnte das Heimteam aus dem Apfel-Kanton den Ausgleich erzielen. Nach dem Anspiel schalteten die St.Galler für einen kurzen Moment einen Gang höher, was dazu reichte, um die erneute Führung zu erzielen. Lukas Waldvogel setzte den Ball auf Zuspiel von Giuliano Pasqualini perfekt in die hohe Torecke und brauchte das Gästeteam wieder in Führung. Auf einen guten Anfang folgten nun die schlechtesten Minuten im ganzen Spiel aus Sicht der Olma-Städter. Innerhalb von 3 Minuten drehten die Thurgauer die Partie von einem 2:3 Rückstand in ein 5:3. Die Grünen waren in dieser Phase kaum existent und liessen dem Gegner viel zu viel Platz. Zu unkonzentriert und entschlossen agierte man, was auch die schlagartige Wende der Partie erklärte. Mit einem 2-Tore-Rückstand ging man zur letzten Pausenansprache in die Garderobe zurück.

Kaum zurück auf dem Feld, konnte Urban Nüssli erneut den Ball aus den eigenen Maschen fischen. Die Thurgauer erhöhten auf 6:3. Einem so hohen Rückstand liefen die St.Galler in dieser Saison noch nie nach und man stand vor einer grossen, neuen Herausforderung, die man zusammen als Team bewältigen wollte. 14 Minuten vor Ende der Partie wurde den St.Gallern ein Penalty zugesprochen. Andrin Zellweger blieb seinem Ruf gerecht und verwandelte eiskalt zum 6:4. 5 Minuten vor Schluss setzte der wieder einmal überragende Captain Andrin Zellweger auf Pass von Kevin Forrer zu einem seiner berüchtigten Drehschüssen an. Erfolgreich fand er das Loch in der gegnerischen Mauer und erzielte den Anschlusstreffer zum 6:5. Nun riskierte die Mannschaft vom Trainerduo Bischof/Zöllig alles. Man ersetzte zwei Minuten vor Schluss den Torhüter mit einem sechsten Feldspiel. Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt. Nach einem Befreiungsschlag der Thurgauer rollte der Ball ins leere Tor.  Man hatte nun knapp 1 ½ Minuten, um den 2-Tore-Rückstand wett zu machen und sich allenfalls in die Verlängerung zu retten. Nochmals spielte man mit vollem Risiko und einem sechsten Feldspieler. 46 Sekunden vor Schluss gelang Andrin Zellweger tatsächlich seinen persönlicher 3. Treffer und somit der erneute Anschlusstreffer. Auch die letzten verbleibenden Sekunden kämpfte man mit Leidenschaft und Wille weiter. Doch als der Ball 3 Sekunden vor Schluss eine Ballbreite am Thurgauer Lattenkreuz vorbeisegelte, war die erste Niederlage nach 60 Minuten der Saison Tatsache. Das junge u21 Team verlor das erste Spiel im neuen Jahr mit 7:6 in einer äusserst spannenden und attraktiven Partie.

Ohne die verschlafenen 5 Minuten im Mitteldrittel wäre ein Sieg gegen den sehr motivierten Kantonsnachbar durchaus möglich gewesen. Doch eine solche Leistung gegen einen solchen Gegner hat dem Tabellenleader einmal aufgezeigt, dass dies nicht reicht und bis jetzt in dieser Saison noch kein Blumentopf gewonnen ist.

Nun gilt es aber, diese Partie abzuhacken und weiter nach vorne zu schauen. Der Spieltag verlief aber trotz dem Patzer positiv für die St.Galler. Verfolger und Zweitplatzierter Jona-Uznach Flames patzte ebenfalls am 12. Spieltag, womit der Vorsprung weiterhin bei 9 Punkten bleibt. Bereits am nächsten Samstag, 15.1.2011 in der heimischen Athletik-Zentrum-Halle um 16.00Uhr besteht die Möglichkeit für eine Wiedergutmachung des 12. Spieltags. Der Gegner heisst dieses Mal Zug United, welcher in der Hinrunde mit 9:3 besiegt werden konnte.

Bericht: Giuliano Pasqualini

 

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