Sieg und Niederlage

Trotz dem sonntäglichen Sieg über Lok Reinach ist das Ziel Playoffqualifikation weiter in die Ferne gerückt, denn im Direktduell gegen die Kloten-Bülach Jets bezogen die Wasaner mit 3:7 eine empfindliche Niederlage.

Der UHC Waldkirch-St. Gallen hatte sich für dieses Wochenende viel vorgenommen und wollte nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie wieder auf die Erfolgsstrasse zurückkehren. Mit zwei Siegen wäre man den Playoffs einen grossen Schritt näher gekommen. Es blieb leider beim wären, denn die Zürcher nutzten die Verunsicherung in den Reihen der Ostschweizer im Startdrittel eiskalt aus. Bereits mit dem ersten Angriff gingen sie in Führung und bauten diese eine Minute später aus. Kurz vor der Pause drohte weiteres Ungemach, denn die Schiedsrichter sprachen gegen WaSa eine harte Fünfminutenstrafe aus. Die Zürcher liessen sich nicht zweimal bitten und nutzten die Überzahl noch vor der Pause mit zwei Toren aus.

Auch die ersten drei Minuten des Mittelabschnitts musste das Heimteam mit einem Mann weniger in Angriff nehmen. Sie hatten sich aber jetzt besser auf das Powerplay der Gäste eingestellt, doch in den letzten Sekunden der Strafe landete der Ball unglücklich zum fünften Mal im Tor. Die WaSa-Aktie war im Keller und die Grün-Weissen hatten nichts mehr zu verlieren. Sie rafften sich nochmals auf und kamen mit zwei Treffern zurück in die Partie. Als Haag im letzten Drittel eine Überzahlsituation ausnützte, waren die Ostschweizer zurück in der Partie. Doch die aufkeimende Hoffnung wurde von den Zürchern mit dem 3:6 umgehend erstickt. WaSa konnte nicht mehr reagieren und verlor das Spiel nach einem Treffer ins leere Tor mit 3:7.

Diese Niederlage musste das Team von August Schärli erstmal verdauen, doch viel Zeit blieb nicht. Bereits am Sonntagmittag stand die nächste Partie gegen Lok Reinach auf dem Programm. Im ersten Drittel merkte man den St. Gallern die Enttäuschung und Strapazen vom Vorabend an, die Aargauer konnten sich dadurch eine 2:0 Führung erspielen. Der WaSa-Coach rüttelte seine Mannschaft in der ersten Pause wach und endlich begannen auch seine Stürmer zu treffen. Mit drei Toren drehten sie das Spiel. Mit viel Einsatz und Kampf verteidigten die Ostschweizer diesen Vorsprung und entschieden die Partie mit einem Treffer ins leere Tor. Der Sieg gegen Schlusslicht Lok Reinach war zwar ohne Glanz, aber in der Situation in der sich WaSa befand, zählen nur die Punkte. Dank diesen können die Ostschweizer weiter von den Playoffs träumen. Dafür brauchen sie aus den letzten drei Partien aber mindestens sechs Punkte. Dies wird gegen die drei Bernerteams Wiler-Ersigen, Langnau und Grünenmatt ein schwieriges, aber kein unmögliches Unterfangen.

Bericht: Lukas Hess

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