Sieg und Niederlage

Der UHC WaSa entschied auswärts die Cuppartie gegen Zürisee Unihockey mit 8:6. In der Meisterschaft ging das Heimspiel gegen Wiler-Ersigen 4:7 verloren.

Dem Meister unterlegen
Wer wie Wiler-Ersigen über 30 Minuten kein Tor erhält, gewinnt in der Regel. Wer wie WaSa über 30 Minuten keinen Treffer erzielt, verliert gewöhnlich. Genauso war es am Samstagabend im AZ Zentrum vor knapp 500 Zuschauern. Doch so einfach ist die Geschichte des Spiels nicht erzählt.

Aus St. Galler Sicht hätte die Partie gleich denkwürdig wie das letzte Aufeinandertreffen mit Wiler-Ersigen werden können. Im Cuphalbfinal im Frühjahr war es noch gelungen, Wiler während 60 Minuten Paroli zu bieten. Dies gelang in der Neuauflage des Duells nur noch knapp zwei Drittel. Nach 26 Minuten und der  3:1- Führung (Torschützen 2x Chris Eschbach sowie Fabian Haag) wurden die Ostschweizer offensiv zahnlos, während Wiler-Ersigen ab Spielhälfte bis zur 54. Minute sechs Tore in Serie zum 3:7 erzielte. Dem Berner Captain Matthias Hofbauer gelangen dabei drei Treffer. In dieser Phase wurde der amtierende Schweizer Meister seiner Favoritenrolle absolut gerecht. Nicht zuletzt gelang es ihm, die erste WaSa-Linie um Topskorer Dominioni völlig zu neutralisieren.

Beide Teams zeigten engagiertes und schnörkelloses Unihockey. Die einzige Strafe des Spiels gegen WaSa-Verteidiger Kläger wurde von den Hofbauer-Brüdern gnadenlos zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich  ausgenützt. Ansonsten verlief die Partie bis auf eine Szene absolut fair. Der Check an Matthias Hofbauer über die Spielbande war ebenso unfair wie der sonst disziplinierten Ostschweizer Leistung unwürdig.

Dank der jungen Wilden im WaSa-Team endete die Partie versöhnlich. Shootingstar Chris Eschbach erzielte in der letzten Spielminute SML-Treffer Nummer 3 und komplettierte damit gleich seinen ersten Hattrick in der höchsten Liga.

Bericht: Jürg Leibundgut

Die Viertelfinals erreicht
Die Olmastädter, erholt von der vorwöchentlichen Magen-Darm-Grippe, stiegen mit viel Elan in die Cup-Partie. Nach 5 und 10 Minuten wurden die ersten Tore durch Hoff Eriksen und Eschbach erzielt. Der erwartete Spielverlauf schien seinen Lauf zu nehmen. Doch die Zürcher stemmten sich gegen die Niederlage und wurden in der 13. mit dem Anschlusstor und in der 20. Minute sogar mit dem Ausgleich belohnt. Nach dem ersten Pausentee waren es erneut die St. Galler, welche durch Jucker vorlegen konnten. Ein Doppelschlag in der 29. und 30. Spielminute brachte Zürisee Unihockey jedoch zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Der kurz darauf folgende Ausgleich durch Petrini brachte dann wieder die nötige Ruhe in die Reihen von WaSa. Kurz vor der zweiten Pause waren es die Ostschweizer, welche die Partie durch einen Doppelschlag an sich zu rissen: Casagrande und Mathis waren für die 6:4-Führung besorgt. Die Geschichte des letzten Drittels ist schnell erzählt: Den Drei-Tore-Vorsprung durch Jucker konnten die Zürcher praktisch im Gegenzug wieder verkürzen. Durch das angestrebte Ballmonopol des SML-Teams konnten die Verkürzungsbemühungen der Unterklassigen verhindert werden. Und auf den ersten Treffer von Kakkola im grün-weissen Dress (53. Minute) konnte Zürisee Unihockey erst in der 58. Minute reagieren. Dies war allerdings zu spät und die Oberklassigen konnten den Sieg ins Trockene spielen.

Bericht: Kornelius Birrer

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