Starke Defensivleistungen

Der UHC Waldkirch-St. Gallen verliert nach einer torarmen Partie mit 2:3 nach Verlängerung. Besonders gute Noten konnten sich dabei lediglich die beiden Defensivabteilungen verdienen.

Beide Teams konnten von Beginn weg ohne Druck aufspielen. Sowohl der Leader aus St. Gallen, welcher sich schon seit einiger Zeit den ersten Platz gesichert hatte, als auch die Zuger, welche keine Chance mehr auf die Aufstiegsspiele haben, wollten dennoch den 200 Zuschauern eine gute Leistung zeigen.

Ansprechendes erstes Drittel
Schon nach dreieinhalb Minuten profitierten die Zuger von einem Zuteilungsfehler in der St. Galler Hintermannschaft und gingen mit 0:1 in Führung. Die erwartete Reaktion der St. Galler blieb jedoch weitgehend aus. Die Verteidigung der Zuger hielt sämtlichen Angriffen stand. Das Highlight war ein Lattenschuss. Doch nicht lange darauf glichen die Zuger auch in dieser Statistik aus: Ein Lattenschuss der Zuger blieb aber auch die letzte erwähnenswerte Chance im ersten Drittel. Überzeugend waren vor allem die Defensivleistungen, jedoch die Chancenauswertung oder überhaupt die Erschaffung von Chancen war auf beiden Seiten mangelhaft.

Torloses Mitteldrittel
Trotz zweier Strafen gegen die Gastgeber und einiger guten Chancen durch die Zuger blieb es im Mitteldrittel ohne Tore. Vor allem die Torhüter konnten sich auf beiden Seiten in Szene setzten. Es war während der ersten Strafe sogar den St. Gallern vergönnt die grösste Chance heraus zu spielen. Othmar Schärli vermochte jedoch im Duett mit Spielertrainer Radim Cepek nicht zu reüssieren.

Packende Schlussphase
Was während des gesamten Spieles nicht funktionierte, klappte dann innerhalb von 2 Minuten im Schlussdrittel: Zuerst ging Zug United in Führung, nachdem in der Mittelzone der Ball verloren ging und Stutzer zur Zweitoreführung den Konter abschloss. Doch dann wachten die Olmastädter kurzzeitig auf und in der 50 Spielminute gelang der Anschlusstreffer durch Cepek, welcher trotz der Unterzahl von Waldkirch-St. Gallen gezielt  den Torhüter zu überwinden vermochte. Auch die dritte Unterzahl ging somit unbeschadet vorbei, ja man hatte sogar ein Tor erzielt. Eine befriedigende Ausbeute!

Umjubelter Ausgleich – und doch noch verloren
Bis in die 58. Minute mussten sich die Zuschauer gedulden, bis erneut Cepek ins schwarze traf. Beide Torhüter waren somit zweimal überwunden worden und die Verlängerung musste eine Entscheidung herbeiführen. Da sich ein Spieler von Zug noch vor Ende der Spielzeit in die Kühlbox begeben musste, konnte WaSa in Überzahl in die Verlängerung starten. Doch selbst als man den Torhüter rausnahm und mit 6 gegen 4 Spielern zum Erfolg zu kommen versuchte, gelang der Treffer nicht. Ein Zuger Spieler hatte sogar die beste Chance, verfehlte jedoch das verlassene Tor. Und trotzdem: Wie es im Sport sooft ist - wer die Tore nicht schiesst, der kriegt sie. In diesem Falle war diese Rolle leider den St. Gallern zugeschrieben. Nachdem man erneut in der Mittelzone den Ball verlor, liess man Torhüter Birrer ziemlich alleine stehen. Die Zuger fügten somit dem UHC WaSa erst die 3. Saisonniederlage bei.

Ausblick
Am nächsten Wochenende werden die St. Galler zum letzten Heimspiel der Finalrunde gegen die zweitplatzierten Kloten-Bülach Jets antreten. Bei dieser Gelegenheit wird dem Leader auch die Trophäe des NLB-Meisters überreicht. Noch zwei Spiele sind in der Finalrunde zu absolvieren bevor es dann in den Playoffs gegen Basel Magic geht. Das erste Spiel der Serie wird am 15. März in der Halle Tal der Demut ausgetragen, das zweite Spiel wird am Tag darauf auswärts in Basel bestritten und das dritte Spiel findet am 22. März im Athletikzentrum St. Gallen statt. Reservieren sie sich diese Daten also schon mal vor!

 

Bericht: K. Birrer

 

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