Verteidiger sammeln Scorerpunkte

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison musste man Auswärts in der Meisterschaft antreten. Dieses Mal ging die Reise nach Oberägeri gegen die Zuger Highlands.
Dass die WASAner den Ausrutscher der letzten Woche (4:3 Niederlage n.P. gegen Davos) wieder gut machen wollte, war vielleicht in den Köpfen der Grünen, doch wurde in den ersten 10 Minuten überhaupt nicht gezeigt. So waren es die Zuger, die nach 3:37 Minuten zum 1:0 Führungstreffer einnetzten. Nach dem man das Spiel wieder ein wenig beruhigte hatte, war es Davide Petrini, der einen Freistoss auf Zuspiel von Verteidiger- Compadre Christian Büsser erfolgreich im Tor unterbringen konnte. Es sollte an diesem sonnigen Nachmittag nicht das letzte Tor des Verteidigers mit der Rückennummer 20 bleiben. Die verschlafene Anfangsphase und die damit verbundene Rücklage konnte so wieder wett gemacht werden. Der Knoten der beiden St. Galler Blöcke war jedoch noch nicht gelöst. So passierte bis zur ersten Pausensirene nichts mehr. Man konnte sich nach einem deutlichen Weckruf der Trainer zwar sichtbar steigern, doch das Gelbe vom Ei war es noch nicht.

So wollte man im zweiten Drittel beweisen, dass die Punkte nach St. Gallen gehören und die Bereitschaft zeigen, die im letzten Spiel vermisst wurde. Doch diesem Plan machten die Zuger einen Strich durch die Rechnung. So konnte Zug nach 25:43 Minuten erneut in Führung gehen. Doch diese Führung vermochte nicht lang zu halten. Es war der kräftige Verteidiger Namens Christan Büsser, der mit einem Energie-Rush auf Zuspiel von Chris Eschbach nur wenige Minuten später den erneuten Ausgleich erzielte. Nun konnte man endlich das gewohnte und geübte Spiel in der Zuger Hälfte aufziehen und den Gegner so stets unter Druck setzten. Davide Petrini konnte in einer Druckphase den nötigen Akzent setzten und einen weiteren Treffer verbuchen, der die erstmalige Führung bedeutete. Die gute Arbeit der Verteidiger wurde in diesem Spiel belohnt. Wieder konnte ein Verteidiger nach 45 Minuten eine Druckphase erfolgreich abschliessen. Dieses Mal war es ein Verteidiger aus dem dritten Block und zwar in der Person von Manuel Rüegg. Er konnte ein Zuspiel von Samuel Meier von der Mittellinie perfekt ins „Chribeli“ abschliessen und so sein erstes Saisontor erzielen. 27 Sekunden

Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittel konnte Thomas Mittelholzer eine schöne Kombination über mehrere Stationen auf Zuspiel von Giuliano Pasqualini zum 5:2 abschliessen. Im Mitteldrittel erzielten die OLMA-Städtler innert 5 Minuten 4 Tore und machten aus dem 2:2 Unentschieden eine 2:6 Führung.

Das letzte Tor kurz vor der Pause war gleichzusetzten mit dem Knock-Out der Zuger. Zwar gelangen den Zugern im letzten Drittel noch zwei weitere Tore, doch auch Wasa konnte gleich gute weiter agieren wie im guten Mitteldrittel und kam so auch noch zu seinen Toren. 3 Minuten nach Wiederanpfiff baute erneut ein Verteidiger die Führung zum 2:7 aus. Stefan Meier, der sich anfangs Woche noch am Fuss verletzt hatte und dessen Einsatz lange fragwürdig war, erzielte mit einem Weitschuss sein zweites Saisontor. 2 Minuten später konnten die Zug zwar eines ihrer beiden Tore erzielen, doch die Hoffnung zertrümmerte Verteidiger Davide Petrini mit einem herrlichen Drehschuss und seinem persönlichen dritten Treffer. Genau zwei Minuten später bediente der Tessiner im Dienste der Gallus-Städler Chris Eschbach, welcher problemlos traf. 8 Minuten vor Ende der Partie erzielte Zug den noch 4. Treffer zum 4:9. Dies war auch das Endresultat einer Partie, welche die St. Galler sehr mühsam und schwach begonnen hatten und durch eine Leistungssteigerung im Mitteldrittel für sich entscheiden konnte. Hervorzuheben aus diesem Spiel ist die Arbeit der Verteidiger: Bei 8 von den 9 Treffern waren Verteidiger daran Beteiligt; 6 davon wurden sogar durch sie selber erzielt, welches eine sehr beachtliche Leistung ist. Nun ist zu hoffen, dass auch die Flügelspieler auf Touren kommen und auf Scorerpunkte- Jagd gehen, damit auch die nächste Partie erfolgreich bestritten werden kann.

Aus diesem Spiel gilt es nun, das positive mitzunehmen und sich in der kommenden Woche auf das erste Heimspiel im AZ vorzubereiten. Die jungen St. Galler hoffen auf viele Zuschauer und grosse Unterstützung, um im Derby am Samstag 16.00Uhr gegen Floorball Thurgau als Sieger vom Platz zu gehen und das erste Heim- und gleichzeitig erste OLMA-Spiel für sich zu entscheiden. Ein Abstecher von der OLMA ins steinwurfentfernte AZ wird sich auf alle Fälle lohnen.

Bericht: Giuliano Pasqualini

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