WaSa schafft die Sensation

Nach dem verlorenen Meisterschaftsspiel gegen GC Unihockey gelang dem UHC Waldkirch-St.Gallen im Cup Halbfinal die grosse Sensation, indem er den Spitzenreiter der SML, den SV Wiler-Ersigen mit 4:3 Toren eliminierte.

Die Enttäuschung nach der unnötigen Niederlage gegen die Zürcher von GC Unihockey und dem gleichzeitigen Tigers Sieg bei den Mättelern aus Grünenmatt, bedeutete nämlich den Rutsch unter den ominösen Playoff-Strich. Da kam das Cupspiel gegen den Ligakrösus Wiler-Ersigen sehr gelegen, um auf andere Gedanken zu kommen. Das Team aus der Ostschweiz hatte nämlich nichts zu verlieren. Alles andere als eine Niederlage wäre eine grosse Sensation. Bei den Bernern verletzte sich beim Einspielen Verteidiger Michael Flury, er wurde durch Thomas Bieber ersetzt. Wenn das nur kein schlechtes Omen bedeutete. Die Ostschweizer ging sehr zuversichtlich in die Partie gegen den Leader der SML. Unerschrocken suchten sie denn auch den Abschluss.  Nach knapp fünf Minuten hatten aber die Berner die erste grosse Torchance zu verzeichnen. Verteidiger Anderegg verlor den Ball und ein Berner Stürmer konnte alleine auf Torhüter Birrer laufen, doch dieser wehrte souverän ab. In der zehnten Minute zielte Stürmer Mathis nur ganz knapp über das Gehäuse vom Gästehüter Pascal Haab. Stammtorwart Daniel Streit musste seinem Kontrahenten Haab in diesem Spiel den Platz im Tor überlassen. Die Gastgeber  deckten das eigene Tor sehr geschickt ab und was sonst für Schüsse aufs Tor kam hielt Birrer souverän. Zum Schluss des ersten Abschnittes überschlugen sich dann die Ereignisse, zuerst ging der Ligakrösus standesgemäss durch Matthias Hofbauer in Führung. Doch nur gerade sieben Sekunden später konnte WaSa durch Thomas Sladky auf Zuspiel von Andreas Pfister ausgleichen. Und nur  gerade vier  Sekunden danach erzielte Captain Lukas Hess die Führung auf Pass des Bündners Hans Mathis.

Aufsässige St.Galler
Bereits nach zwei Minuten im zweiten Drittel hatte das Heimteam die nächste grosse Möglichkeit doch Fabian Jucker scheiterte nur ganz knapp.   In der 26. Minute kam es für den Aussenseiter noch bessser. Roman Wick gelang nach Zuspiel von Thomas Sladky gar das 3:1. In der 29. Minute bekamen die St.Galler für Stossen eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt. Der Sünder war Andreas Pfister. Im Powerplay standen die Wasaner sehr geschickt und der Meister brachte nicht wirklich viel Zustande. Vier Minuten vor dem Pausentee kam der neunt platzierte der SML wiederum zu einem Abschlussversuch, doch es blieb beim Versuch. Matthias Hofbauer  gelang dann mit seinem zweiten persönlichen Treffer an diesem Abend der Anschluss  zum 3:2 kurz vor der Sirene.

Schneller Ausgleich
Nach knapp einer Minute im letzten Drittel hiess der Torschütze erneut Matthias Hofbauer. Der Leader wurde nun immer stärker und setzte die Wasaner immer mehr unter Druck. In der 50. Minute rettete die Latte für den bereits geschlagenen Goali  Birrer. Wenig später schoss Fabian Jucker die abermalige Führung für die Olmastädter. Den entscheidenden Pass gab Verteidiger  Raphael  Anderegg. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert und sorgten für eine sehr gute Stimmung im Athletik-Zentrum in St.Gallen. Die Sensation rückte nun immer näher. Nach einem Stockschlag von Captain Lukas Hess konnten die Berner in Überzahl agieren. Die Gallusstädter kämpften wie die Löwen und überstanden die Unterzahlsituation.  Danach nahm Wiler-Trainer Thomas Berger ein Timeout und versuchte mit einem sechsten Feldspieler den Ausgleich doch noch zu bewerkstelligen. Aber die einheimischen Fans schrien die Spieler um Trainer August Schärli zum verdienten Sieg. Die grosse Sensation war perfekt. Der grosse Aussenseiter wirft den haushohen Favoriten SV Wiler-Ersigen aus dem Wettbewerb und steht nun erstmals in seiner Clubgeschichte im Cupfinal. Der Gegner am Samstag, 6. März, in der Sporthalle Wankdorf in Bern, sind dann die Unihockey Tigers aus Langnau, die im anderen Halbfinal den HC Rychenberg Winterthur mit 5:4 bezwangen.

Bericht: Markus Schildknecht

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