Zwei Zähler in der Schlussphase verloren

Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel beim 6. platzierten Grünenmatt war klar, mit einem Sieg hätte sich der UHC Waldkirch-St. Gallen weiter im Mittelfeld der SML positionieren können. Andernfalls wird die Luft nach hinten immer dünner.

Die Ostschweizer waren von Anfang an bedacht, sich für die dürftige Leistung gegen Chur Unihockey vor einer Woche zu revanchieren. Der Start in die Partie gelang den St. Gallern wunschgemäss. Dank einer druckvollen Startphase konnten sie bereits früh einige hochkarätige Chancen verzeichnen. Ein Tor gelang jedoch noch nicht auf Anhieb. Grünenmatt versuchte schnell aus der Defensive in die Offensive umzustellen und kam in den ersten Minuten einige Male zu gefährlichen Konterchancen.

In der zehnten Spielminute führte ein schnell vorgetragener Vorstoss der Wasaner durch Roman Wick zur hochverdienten 0:1 Führung. Die Gastmannschaft spielte weiterhin sehr konzentriert und blieb das dominantere Team. Noch vor Ende der ersten Spielperiode erkämpfte sich Tomas Sladky den Ball und netzte zum 0:2 Pausenstand ein.

Kämpferisches Mitteldrittel
Nach dem ersten Seitenwechsel starteten beide Mannschaften sehr konzentriert, liessen wenige Torchancen zu und warteten auf Fehler des Gegners. In diesem sehr engagiert geführten Spiel kassierten nun beide Teams je eine Zweiminutenstrafe. Während diesen Überzahlsituationen kam es zu einigen gefährlichen Torchancen. Ein Treffer blieb beiden Mannschaften jedoch verwehrt. Kurz vor Drittelsende nahm der UHCG neuen Schwung und drückte auf den Anschlusstreffer. Sie scheiterten jedoch abermals an Wasa-Schlussmann Birrer. So blieb es torlos in einem Mittelabschnitt, welcher durch Kampf geprägt war.

Zwei Gegentore kurz vor Abpfiff
Im letzten Abschnitt kamen die Ostschweizer wiederum besser aus der Kabine. Nach weniger als zwei Minuten schob Andreas Pfister zum 0:3 ein. Die Vorentscheidung? Nein, so schnell gaben die Emmentaler nicht auf. Nur kurze Zeit später nutzten sie eine Unkonzentriertheit in der Wasa Verteidigung aus und verkürzten auf 1:3. Jetzt kam wieder neue Spannung auf, denn die Mätteler schöpften neue Hoffnung und brachten in Folge die Mannschaft, um Cheftrainer Simo Ruskanen, in grosse Schwierigkeiten. Kaum Zeit für die St. Galler um durch zu atmen, denn das Spiel fand nur noch in der eigenen Zone statt. Als auch noch Fredrik Eriksen rund 4 Minuten vor dem Abpfiff zum zweiten Mal eine Strafe für Wasa absitzen musste, lag ein Treffer in der Luft. Doch Mal für Mal vereitelte der stark aufspielende Kornelius Birrer. Das Heimteam schnürte nun die Olmastädtler regelrecht ein. Die letzten Minuten des Spiels agierten die Berner mit einem 6. Feldspieler anstelle des Goalies. Dieses Risiko fruchtete in der 59. Minute, als der längst fällige Anschlusstreffer fiel. Geschockt durch den zweiten Gegentreffer, wirkten die Wasa-Akteure müde und verunsichert. So kam es noch dicker. 23 Sekunden vor Schluss liess man Schneeberger unbedrängt aus der Distanz abschliessen, welcher mit einem platzierten Schuss in die hohe Ecke doch noch die Verlängerung erzwang.

In der Verlängerung drückte der UHC Grünenmatt weiter aufs Tempo und nutzte die moralische Überlegenheit nach kurzer Zeit mit dem Siegestreffer aus. Dem UHC Waldkirch-St. Gallen blieb letztlich trotz starker Leistung in den ersten beiden Drittel nur ein Punkt.

Bericht: Raphael Anderegg

 

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