Der UHC Waldkirch-St.Gallen zeigt gegen Zug United zwei Gesichter. Die ersten zwei Drittel ein passives, dafür im letzten Drittel ein sehr engagiertes. Aufgrund von mehreren Zweiminuten-Strafen verpassen sie aber den endgültigen Umschwung nach einer Aufholjagd und verlieren mit 7:9.

(Nico Conzett/Bild: Paul Wellauer) Auf sieben Spieler mussten die St. Galler in Zug verzichten, keine optimale Ausgangslage für die Partie gegen den letztjährigen Cupsieger. Der Start in das Spiel glückte aber, Julian Alder bediente Mike Zahner vor dem Tor, der ohne Probleme seinen ersten Saisontreffer markierte.

In der Folge übernahmen die Zuger das Spieldiktat und kamen zu zahlreichen Chancen, die aber mehrmals stark von Lukas Genhart pariert wurden. So führten die St. Galler nach dem ersten Abschnitt ein wenig glücklich mit 2:1.

Mangelhaftes Mitteldrittel

Anders präsentierte sich die Situation im zweiten Drittel. Den Ostschweizern unterliefen seltsam viele Eigenfehler. Zudem offenbarten sie auch zahlreiche Lücken im Defensivverbund, wodurch die Zuger immer wieder zu Möglichkeiten eingeladen wurden. Nun nutzten diese auch ihre Chancen und stellten bis zur 40. Minute auf 2:6 aus St. Galler Sicht.

Aufholjagd im Schlussabschnitt

Als die St. Galler zu Beginn des Schlussabschnitts eine Überzahlmöglichkeit nutzen konnten, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Armin Brunners Team brannte förmlich und kam im Minutentakt zu Chancen, die Zuger wirkten in dieser Phase überrumpelt vom plötzlichen Feuer im Spiel der Ostschweizer.

Nach den 5:6-Anschlusstreffer wurde die Aufholjagd aber ausgebremst. Die Zuger kamen zu mehreren Powerplay-Möglichkeiten, teils nach zumindest diskutablen Strafen gegen WaSa. Nun ging es hin und her, leider konnte das Heimteam auf jeden neuerlichen St.Galler Comeback-Versuch reagieren und das Spiel somit über die Zeit bringen.

Zuversicht in mehrfacher Hinsicht

Das positive Schlussdrittel können die St. Galler auf jeden Fall mitnehmen, da zeigten sie, zu was sie eigentlich fähig wären und spielten mit einer Intensität, die man in dieser Saison noch gar nie gesehen hat. Ausserdem steht jetzt die Nationalmannschaftspause an, bei der nächsten Meisterschaftspartie werden die Ostschweizer wieder auf den Grossteil ihres Kaders zählen können, wenn die Verletzten zurückgekehrt sind.


Zug United – Waldkirch-St. Gallen 9:7 (1:2, 5:0, 3:5)
Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug, Zug. 157 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 4. M. Zahner (J. Alder) 0:1. 14. A. Andersson (S. Nigg) 1:1. 17. D. Gross (S. Moser) 1:2. 28. A. Andersson (S. Nigg) 2:2. 30. A. Hallén (A. Larsson) 3:2. 35. Y. Rubi (S. Maurer) 4:2. 35. T. Mock (A. Hallén) 5:2. 37. L. Graf (A. Hallén) 6:2. 41. R. Gasparik (R. Mittelholzer) 6:3. 42. D. Gross (R. Gasparik) 6:4. 43. R. Mittelholzer (C. Eschbach) 6:5. 51. A. Hallén (A. Larsson) 7:5. 53. A. Hallén (S. Nigg) 8:5. 53. C. Eschbach (R. Mittelholzer) 8:6. 54. M. Schiess 8:7. 56. A. Andersson (L. Graf) 9:7.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug United. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.


Tabelle Herren NLA

Rg.TeamgSpSoWTDPQ
1Wiler50+193.0
2GC50+202.6
3Tigers50+92.4
4Köniz40+232.25
5Malans50+61.8
6Chur50+51.8
7Zug United60-41.333
8WaSa50-21.2
9HCR50-31.2
10Uster50-100.6
11Thun50-170.0
12Ad Astra50-460.0