Hart umkämpftes Ostschweizer Derby

Hart umkämpftes Ostschweizer Derby

Hart umkämpftes Ostschweizer Derby

Natalie Brägger Damen NLB 5. Januar 2020 Kommentare

Das NLB-Derby zwischen dem UHC Waldkirch-St.Gallen und UH Appenzell bot alles, was ein Derby ausmacht: Zahlreiches Publikum, hart geführte Zweikämpfe und Spannung bis zur allerletzten Sekunde. Dabei musste sich der UHC Waldkirch-St.Gallen knapp geschlagen geben: Das matchentscheidende Goal für Appenzell zum 3:4 in der Verlängerung setzte einen Schlussstrich unter das hart umkämpfte Spiel.

Sereina Link

265 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten am Samstagabend den Weg in die Sporthalle Tal der Demut in St. Gallen gefunden und wurden mit einem spannenden Spiel belohnt. Die St.Gallerinnen übernahmen gleich nach dem Anpfiff den Ballbesitz, doch schon nach drei Spielminuten gingen die Gegnerinnen durch Eliane Störi in Führung. Die Wasanerinnen bauten eine Druckphase vor dem gegnerischen Tor auf, was mit dem Anschlusstreffer durch Janina Manetsch in der 13. Spielminute belohnt wurde. Es war das erste NLB-Tor der jungen WaSa-Spielerin. Wenige Minuten später konnte nochmals Manetsch durch einen fabelhaften Konter den Spielstand auf 2:1 erhöhen. Kurz darauf erzielte jedoch die Appenzellerin Rebecca Gmünder den Ausgleich.

Konsequente Schiedsrichter

Im zweiten Drittel hatten beide Mannschaften Chancen, die aber nicht mit Toren belohnt wurden. Generell war dieser Spielabschnitt sehr ausgeglichen und umkämpft, nichtsdestotrotz endete er torlos. Das dritte Drittel fing sehr spannend an, denn die St.Gallerinnen wurden vor dem eigenen Tor stark gefordert. Trotz einer soliden Defensive der Grün-Weissen fand die Gegnerin Störi die Lücke und schoss Appenzell in der 44. Minute erneut in Führung. Den Grün-Weissen blieb nicht mehr viel Zeit, um aufzuholen, doch die St. Gallerinnen fanden zu ihrer Stärke zurück. Sie lacierten ihrerseits gefährliche Angriffe, die in der 49. Minute mit einem Ausgleichstreffer zum 3:3 durch Livia Resegatti belohnt wurden. Leider mussten vor Ende des dritten Drittels mehrere Zweiminutenstrafen verteilt werden, die an beide Mannschaften adressiert waren. Dies führte gar dazu, dass auf Seite Grün-Weiss mit reduzierter Aufstellung in die Verlängerung gestartet wurde.

WaSa gibt das Spiel aus der Hand

Beide Mannschaften mobilisierten nochmals ihre letzten Kräfte, um in der Verlängerung zu punkten. In der Anfangsphase wurde sowohl WaSa als auch Appenzell eine Zweiminutenstrafe wegen Reklamierens erteilt. Daran ist die mentale Anspannung beider Teams zu erkennen, die beide kurz vor dem Sieg standen. Weil die St.Gallerinnen wenig später im Spiel vier gegen vier eine weitere Zweiminutenstrafe kassierten, standen sie plötzlich nur noch zu dritt auf dem Feld. Die Appenzellerinnen witterten ihre Chance. Sie konnten die Situation zu ihren Gunsten nutzen und erzielten den Siegestreffer. Die Partie ging mit 3:4 zu Ende.

 

 

Waldkirch-St.Gallen- UH Appenzell 3:4 n.V. (2:2, 0:0, 1:1, 0:1)
Sporthalle Tal der Demut, St.Gallen. 263 Zuschauer. SR Piotrowska/ Brander.
Tore: 3. E.Störi (S.Eberle) 0:1 13. J.Manetsch (L.Eschbach) 1:1 16. J.Manetsch (A.Göldi) 2:1 16. R.Gmünder (G.Graf) 2:2 44. E.Störi (S.Eberle) 2:3 49. L.Resegatti (L.Eschbach) 3:3 66. L.Fritsche (N.Fässler) 3:4
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St.Gallen, 2mal 2 Minuten gegen UH Appenzell

 

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